MÖRSCHWIL: Generationenhaus braucht Unterstützer

In einem Generationenhaus sollen sich Alt und Jung miteinander austauschen. Seit 2015 verfolgt die Stiftung Generationenkreis das Projekt. Nun geht es etwas vorwärts.

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Mit einer Broschüre im Mitteilungsblatt machte die Stiftung Generationenkreis kürzlich auf sich aufmerksam. Auf sechs Seiten informierte sie die Mörschwiler Bevölkerung über das Projekt Generationenhaus. In diesem Haus sollen sich Jung und Alt begegnen und miteinander austauschen. Ziel der Stiftung ist es, das Verständnis zwischen den Generationen zu fördern. Für den Betrieb des Generationenhauses ist zusätzlich zum Stiftungsrat eine Gruppe Freiwilliger nötig. Zudem ist teilweise noch unklar, was schliesslich alles im Generationenhaus angeboten werden soll. Deshalb ist die Stiftung Generationenkreis auf die Mithilfe der Mörschwiler angewiesen.

Mit der Broschüre verfolgt die Stiftung Generationenkreis laut Präsident Gallus Rieger drei Ziele: «Wir wollen darüber informieren, dass es die Stiftung gibt, und was bisher erreicht wurde. Zudem sollen die Mörschwiler ‹gluschtig› gemacht werden, beim Generationenhaus mitzuwirken.» Die Broschüre sei bewusst so offen gehalten: «Das Generationenhaus soll von der Bevölkerung für die Bevölkerung sein.»

Gemeinderat sagt, was in Generationenhaus gehört

Bei einigen Angeboten steht aber schon fest, dass sie vom Generationenhaus abgedeckt werden sollen. Vergangenen Juni fand ein Workshop mit dem Gemeinderat statt. Dort verdeutlichte Gemeindepräsident Paul Bühler, dass die Kindertagesstätte, die Mütter- und Väter-Beratung und weitere Angebote der frühen Förderung ins Generationenhaus gehören. Dies erfreut Gallus Rieger: «Dadurch ist ein Basisangebot bereits vorhanden.»

Der Aufruf, sich zu beteiligen, hat laut Rieger bereits gewirkt: «Ich erhielt einige Rückmeldungen von Leuten, die sich gerne einbringen möchten.» Als Nächstes ist ein Workshop geplant. Dieser soll kommenden Frühling stattfinden. «Wir wollen mit konkreten Fragen herausfinden, welche Bedürfnisse die Mörschwiler haben», sagt Rieger. Ausgereift sei aber noch nichts. Die Leitung des Prozesses liege beim Gemeinderat. Auch wo das Generationenhaus entstehen soll, ist offen. «Der Standort ist unter anderem davon abhängig, was im Generationenhaus angeboten wird.» Zum Beispiel könnte der «Freihof» genutzt werden. Aufgrund der laufenden Diskussionen möchte sich Rieger derzeit aber nicht dazu äussern.

In der Zwischenzeit bemüht sich die Stiftung um weitere Unterstützung für die Prozessmoderation durch den Kanton. Man werde bei diesem ein Gesuch für einen zweijährigen Kredit über insgesamt 30000 Franken stellen. (mha)