MÖRSCHWIL: Geldsorgen beim Bienenzüchterverein

Mit einem didaktischen Zentrum will der Bienenzüchterverein Einblick in die Welt der Bienen gewähren. Doch die Finanzierung des Projekts ist noch nicht gesichert.

Raphaela Roth
Drucken
Teilen

Kommenden Frühling sollte es fertig sein, das «Didaktische Zentrum für Bienenwerte». Die Räume stellt das Gymnasium Untere Waid zur Verfügung (Tagblatt vom 10. Juli). An Engagement und Wille fehlt es offensichtlich bei weitem nicht – und doch steht das Projekt auf wackeligen Beinen.

Eine halbe Million Franken werden noch benötigt, um die geplante Ausstellung und den Aussenbereich für die Bienenvölker zu realisieren. Die St. Galler Kantonalbank hat das Siegerprojekt zum 150-Jahr-Jubiläum bereits mit 100 000 Franken unterstützt. Bei der Hauptversammlung des Bienenzüchter­vereins wurde nahezu einstimmig entschieden, 30 000 Franken, mehr als die Hälfte des Vereinsvermögens, in das Projekt zu investieren. Die fehlenden 500 000 Franken sollen durch Sponsoren finanziert werden. «Wir haben Fonds, Stiftungen und Firmen angefragt. Aber bis jetzt wurde uns noch nichts fix zugesichert», sagt Vereinspräsident Otto Hugentobler. Dadurch sah sich der Bienenzüchterverein gezwungen, die geplante Eröffnung im Frühling 2018 auf den Herbst zu verschieben. «Wenn wir keine Sponsoren finden, müssen wir den Nothebel ziehen und ab­brechen», so Hugentobler. Dann könne die notwendige Öffentlichkeitsarbeit nicht geleistet werden.

Standort und Personal gesichert

Der Vereinspräsident zeigt sich trotz der finanziellen Lage zuversichtlich: «Bislang haben wir gute Vorarbeit ge­leistet.» Es konnten be­reits Hobbyimker und Vereinsmitglieder für die freiwillige Arbeit in der Ausstellung gewonnen werden. Zudem schaffe der Standort beim Gymnasium Untere Waid «eine ideale Ausgangslage».

Noch bis heute Freitag unterstützen die Vereinsmitglieder die Schüler des Gymnasiums bei der Naturwoche – als Dank für die zur Verfügung gestellten ­Räume. Im Rahmen dieser Sonderwoche wird die Umgebung rund um das Schulhaus gepflegt. So konnte bereits der verwilderte Weg um das Biotop erschlossen werden. Wenn alles gut läuft, werden dort im Herbst 2018 Bienenkolonien wohnen.

Raphaela Roth

raphaela.roth@tagblatt.ch