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MÖRSCHWIL: Ein Konzept für Begabte

Das Gymnasium Untere Waid verleiht heute zum ersten Mal einen Preis für die beste Maturaarbeit. Eine der fünf Nominierten ist Lorena Späth.
Laura Widmer
Lorena Späth ist mit ihrem Modell für Begabtenförderung für den Preis der besten Maturaarbeit der «Unteren Waid» nominiert. (Bild: Ralph Ribi)

Lorena Späth ist mit ihrem Modell für Begabtenförderung für den Preis der besten Maturaarbeit der «Unteren Waid» nominiert. (Bild: Ralph Ribi)

Laura Widmer

laura.widmer@tagblatt.ch

Lorena Späths Faszination für Pädagogik und Begabungsförderung begann früh. Sie besuchte die Primarschule in Untereggen, die ihre Schüler nach dem Schulischen Enrichment Modell (SEM) fördert und dafür den Lissa-Preis erhielt. Die Stiftung für hochbegabte Kinder gab 2012 aus diesem Grund einen Film über die Preisträger in Auftrag. Auch Lorena kam darin vor und erklärte, wie sie ein Projekt zum Thema Pfahlbauer erarbeitet hatte.

In ihrer Maturaarbeit konzipierte Späth ein Modell zur Begabungsförderung, basierend auf dem «Drei Ringe»-Konzept von Joseph S. Renzulli. Der Erziehungswissenschaftler stellte sich die Frage, welche Persönlichkeitszüge, neben der Intelligenz, eine bedeutende Rolle für die Entstehung von Hochbegabung spielen. Was sehr theoretisch klingt, war laut Späth eine kreative Auseinandersetzung mit pädagogischen Konzepten und Ideen. «Es steckt viel Persönlichkeit in meiner Arbeit», sagt sie. Die 17-Jährige wünscht sich, dass der Talentförderung im heutigen Schulsystem mehr Zeit eingeräumt wird. Wenn heute auch Talentförderung betrieben werde, konzentriere sich diese eher auf klassische Bereiche wie Sport, Musik oder die Kunst.

Experten evaluieren Maturaarbeit

Schade findet Späth, dass ihre Arbeit bis jetzt nur auf dem Papier existiert. «Ich würde das Konzept gerne in Zukunft an einer Schule umsetzen.» Eine Langzeitstudie, um ihr Modell auch im Schulalltag zu testen, hätte jedoch den Rahmen der Maturaarbeit gesprengt. Das Konzept wurde aber von fünf Experten der Begabungsforschung evaluiert. Es sei für sie der Höhepunkt der Arbeit gewesen, diese renommierten Persönlichkeiten zu treffen, sagt Lorena Späth. Sie habe mit höchstens einer Zusage gerechnet. «Dass sie sich alle Zeit genommen haben, um meine Arbeit zu evaluieren, ist unglaublich.» Die Transkription der Gespräche fügte sie zu ihrer Arbeit hinzu, die Erkenntnisse daraus flossen wiederum in ihr überarbeitetes Konzept ein. «Es ist ein Konzept für die Zukunft», sagt Späth. «Die Kreativität ist nahezu die einzige menschliche Kompetenz, die man nicht durch Maschinen ersetzen kann.» Lorena Späth möchte einmal Lehrerin auf der Sekundar- oder Gymnasialstufe werden. Bevor sie sich definitiv entscheidet, wird sie die Maturaprüfungen ablegen und ein Praktikum am Talent-Campus St. Gallen machen.

Preisgeld fürs Zugbillett

Als eine von fünf Kanditen nominiert zu werden, ist für Späth eine Anerkennung ihrer Arbeit. «So viel Zeit habe ich noch nie in ein Projekt gesteckt.» Was sie mit dem Preisgeld anstellen würde, sollte sie gewinnen, weiss sie noch nicht. «Vielleicht würde ich die Spesen für die Zugreisen zu den Experten begleichen», sagt sie lachend. Ob sie die Auszeichnung erhält, wird sich heute an der Preisverleihung zeigen.

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