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MÖRSCHWIL: Die Deponie Unterbüel ist bereits gut gefüllt

Die Deponie Unterbüel ist saniert. Der Betrieb läuft bereits auf Hochtouren: Bis Ende Jahr wird die neue Deponie zu einem Drittel gefüllt sein.
Nina Rudnicki
Kurt Alabor (links) und Thomas Müller auf der Deponie Unterbüel. (Bild: Ralph Ribi)

Kurt Alabor (links) und Thomas Müller auf der Deponie Unterbüel. (Bild: Ralph Ribi)

«In vier Jahren wird die Deponie Unterbüel um zehn Meter aufgefüllt sein. Der neue Boden wird sich auf der Höhe der Baumkronen befinden», sagt Kurt Alabor, Projektleiter im Auftrag der Deponiebetreiberin Rorschach.

Alabor zeigt auf das 90000 Quadratmeter grosse Gelände am Rande Mörschwils. Es liegt an der Grenze zu Tübach, direkt neben der Autobahneinfahrt. Von dort gelangen die Lastwagen über eine provisorisch angelegte Strasse zur Deponie. Diese wird automatisiert betrieben: Bevor ein Lastwagen auf das Gelände gelangt, fährt er auf eine Waage, die das Gewicht erfasst. Anschliessend kippt der Fahrer das Aushubmaterial an der dafür vorgesehenen Stelle aus und verlässt das Areal über eine Reifenwaschanlage, welche die Pneus von Schlamm und Steinen befreit. Ein Arbeiter im Bulldozer planiert schliesslich das Aushubmaterial.

Nicht die erste Deponie an diesem Ort

«Seit der Inbetriebnahme im vergangenen Sommer wurden 150000 Tonnen Aushubmaterial angeliefert», sagt Kurt Alabor. «Bis Ende Jahr wird die Deponie bereits zu einem Drittel gefüllt sein.» Insgesamt haben 600000 Tonnen Platz. Das entspricht laut Alabor knapp der Aushubmenge, die in einem Jahr in der Abfallplanungsregion St. Gallen-Rorschach anfällt. Parallel zu den Auffüllarbeiten hat die Stadt Rorschach das Deponieareal saniert. Denn Unterbüel war bereits einmal eine Deponie: Rorschach lagerte bis zur Inbetriebnahme der Kehrichtverbrennungsanlage in der Stadt St. Gallen im Jahr 1972 ihre Abfälle dort. «Bei der Sanierung haben wir zwar nichts gefährliches im Boden gefunden, dafür aber Kehricht von Haushalten und sehr viel Plastik aus der Industrie», sagt Kurt Alabor. «Die Plastikteile haben wir aus dem Abfall gesiebt und der Kehrichtverbrennungsanlage zugeführt.» Die an dieser Stelle neu entstandene Böschung sei mit geeignetem Aushubmaterial und einer geringeren Neigung wieder aufgebaut worden. Gleichzeitig wurde laut Alabor am Hangfuss eine Sickerleitung verlegt. «Dank dieser können wird das anfallende belastete Sickerwasser aus der Altdeponie auffangen und der Abwasserreinigungsanlage Morgental zuführen», sagt er. «Zudem wurde bergseitig eine Sickerleitung ausserhalb der Altdeponie in einer Tiefe von rund fünf Metern verlegt. Diese fängt das unverschmutzte Wasser auf und leitet es in den Schwärzibach.»

2,5 Millionen für Sanierung

Die Sanierung hat gut 2,5 Millionen Franken gekostet. 40 Prozent davon hat der Bund, den Rest die Stadt Rorschach bezahlt. «Dank der Inbetriebnahme der Deponie Unterbüel konnten wir den Deponienotstand mildern», sagt Thomas Müller, Stadtpräsident von Rorschach. Unterbüel bezeichnet er als Glücksfall für alle. Das Gebiet sei saniert, der Boden aufgewertet und das Projekt gegenfinanziert. Für den Betrieb der Deponie Unterbüel ist städtische Fachstelle «Entsorgung St. Gallen» verantwortlich. St. Gallen und Rorschach haben vereinbart, dass die Stadt St. Gallen pro angelieferter Tonne Aushub entschädigt wird. «Dadurch werden die Investitionen und die laufenden Kosten gedeckt sein», sagt Thomas Müller. Nach der Laufzeit der Deponie von vier Jahren wird das Areal wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Auf der neuen, zum Schwärzibach abfallenden Böschung werden Bäume und Sträucher gepflanzt. Zudem soll dort laut Kurt Alabor eine Magerwiese angepflanzt werden. «Ein Teil des Deponiegeländes wird dann also Ökofläche sein», sagt er.

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