Möbel vor Hilfswerkhalle gelagert

Unbekannte haben vorgestern mehrere Möbel vor der Lagerhalle des Hilfswerks «Hoffnung für Kinder in Not» deponiert – ausserhalb der Abgabetermine. Für den Verein bedeutet das einen Mehraufwand.

Linda Müntener
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Ein Grill, ein Sofa, Tische und Stühle: Unbekannte haben diese Möbel vor der Hilfswerk-Halle deponiert. (Bild: Astrid Eisenring)

Ein Grill, ein Sofa, Tische und Stühle: Unbekannte haben diese Möbel vor der Hilfswerk-Halle deponiert. (Bild: Astrid Eisenring)

RORSCHACH. Ein Glastisch, ein Sofa, Porzellanfiguren, Bettgestelle und ein Grill: Unbekannte haben vorgestern mehrere Möbel vor dem Lager des Hilfswerks «Hoffnung für Kinder in Not» an der Churerstrasse neben dem Rorschacher Strandbad deponiert. «Dabei steht am Tor geschrieben, dass nichts hingestellt werden darf, wenn wir nicht da sind», sagt Vereinspräsidentin Astrid Eisenring. Im ersten Moment habe sie sich hilflos gefühlt. Nur mit Mühe hätten dann fünf Helferinnen und ein Knabe die Möbel auf die Rampe getragen und eingelagert.

«Es ist manchmal frustrierend»

Die Rorschacherbergerin Astrid Eisenring sammelt im Rahmen der Weihnachtspäckliaktion jedes Jahr Hilfsgüter für Bedürftige in Osteuropa. Welche Waren angenommen werden, ist auf der Webseite www.osteuropa-hilfe.ch ersichtlich. Nicht immer halten sich die Spenderinnen und Spender aber daran. «Manchmal ist es schon frustrierend, was uns alles gebracht wird», sagt Astrid Eisenring. Vergangene Woche seien beispielsweise unbrauchbare, löchrige Kinderschuhe oder ungewaschene Kleider abgegeben worden. «Zwei freiwillige Helferinnen haben je einen Waschkorb mit schmutziger Wäsche zum Wachen mit nach Hause genommen», sagt die Rorschacherbergerin.

Beitrag für Transportkosten

Neben der Qualität der Hilfsgüter sei vor allem wichtig, dass die Leute ihre Spenden nur zu den festgelegten Abgabeterminen vorbeibringen. Diese sind ebenfalls auf der Homepage ersichtlich und werden zudem jeweils vorab in der Zeitung publiziert. «Wenn mehrere grosse Möbel geliefert werden, sollte uns dies im Vorfeld mitgeteilt werden», sagt Astrid Eisenring. Bei grossen und schweren Hilfsgütern wünscht sich die Vereinspräsidentin einen finanziellen Beitrag für den Transport. «Die Entsorgung der Möbel würde die Spender ja auch etwas kosten. Im aktuellen Fall wären dies wahrscheinlich mindestens 100 Franken gewesen», sagt sie. Ein Sattelschlepper, der die Hilfsgüter in die Ukraine transportiert, kostet das Hilfswerk je nach Länge der Strecke bis zu 2750 Euro.