Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

MOBILFUNK: Eine Antenne, 110 Einsprecher

Die einen klagen über Funklöcher, die anderen kämpfen gegen Antennen. Während Waldkirch und Mörschwil auf einen Netzausbau hoffen, hagelte es in Wittenbach und Engelburg Einsprachen.
Noemi Heule
Zwei Antennen sollen in Engelburg errichtet werden: an der St. Gallerstrasse 48 (links) und an der Sonnenhaldenstrasse 11. (Bild: Benjamin Manser)

Zwei Antennen sollen in Engelburg errichtet werden: an der St. Gallerstrasse 48 (links) und an der Sonnenhaldenstrasse 11. (Bild: Benjamin Manser)

Noemi Heule

noemi.heule

@tagblatt.ch

In St. Gallen strahlen sie um die Wette: Über 500 Antennen zählt die Stadt. Im grünen Ring dagegen finden sich auf der Mobilfunk-Landkarte noch weisse Flecken. Die Anbieter sprechen von Funklöchern. Löcher, die es zu schliessen gelte. Allein Salt plant 60 neue Antennenstandorte im ganzen Kanton. 10 davon in den Gemeinden rund um St. Gallen. Geplant sind gemäss Konzern Antennen in Mörschwil, Wittenbach, Eggersriet und Gossau. Zwei weitere sind in Gaiserwald vorgesehen. Noch sind die genauen Standorte in vielen Fällen nicht bekannt, wie Mediensprecher Benjamin Petrzilka sagt. Neues gibt es aber aus Engelburg und Wittenbach zu berichten.

110 Engelburger setzen sich zur Wehr

Mobilfunkantennen, sind sich Anbieter und Behörden einig, sind oft eine leidige Geschichte. Gerade auf dem Land können die Reaktionen heftig, ja emotional ausfallen, heisst es. Das hat Engelburg erneut bewiesen. An der Sonnhaldenstrasse 11 recken sich bereits die Visiere in die Höhe. Hier will Salt eine Antenne bauen. 110 Anwohner aber wollen genau das verhindern. Zwei Einsprachen sind eingegangen, eine davon haben 109 Anstösser unterzeichnet.

Nun habe die Gemeinde weitere Unterlagen von Salt eingefordert, wie Gemeindepräsident Boris Tschirky sagt. Konkret soll die Firma Alternativstandorte ausserhalb der Wohnzone nachliefern. Sobald die Papiere eintreffen, würden Baugesuch und Einsprachen behandelt.

Mit Einsprachen haben die Engelburger Erfahrung. Bereits 2013 protestierten 90 Anwohner, als Sunrise nur knapp 200 Meter entfernt an der St. Gallerstrasse eine Antenne plante. Nun, fast fünf Jahre später, steht sie noch immer nicht. Und das, obwohl die Baubewilligung mittlerweile, nach einem Rechtsverfahren, erteilt ist. Bis Februar 2018 blieb der Firma Zeit, mit dem Bau zu beginnen. Sie liess die Frist verstreichen. Doch die erleichterten Anwohner haben sich wohl zu früh gefreut. Sunrise halte am Standort fest, teilt die Firma mit. Die Bewilligung sei keinesfalls abgelaufen. Sie beruft sich auf das 2017 geänderte Baugesetz, wonach die Bewilligung neu bis 2021 verlängert werden könne.

In Wittenbach geht’s im zweiten Versuch voran

In Wittenbach rief eine Antenne auf dem Spühl-Areal Einsprecher auf den Plan. 2015 reichte Salt ein Baugesuch ein. Es zog elf Einsprachen nach sich, 200 Anwohner hatten unterschrieben. Daraufhin hat Salt den Standort in den hinteren Teil des Areals verschoben – weg von Grüntalstrasse, Schulhaus und Wohnbauten. Dennoch gingen wiederum zwei Einsprachen ein. Sie konnten mittlerweile bereinigt werden. Der Bau habe bereits begonnen, lässt Salt verlauten.

In Waldkirch soll bald eine zweite Antenne stehen – auf Wunsch der Gemeinde. Seit Jahren ist der schlechte Empfang Thema im Ort. Der Ausbau des Mobilfunks gehört denn auch zu den Legislaturzielen des Gemeinderates. Nun gibt es Erfreuliches zu ­berichten, wie Gemeindeprä­sident Aurelio Zaccari auf Anfrage sagt. Ein Grundeigentümer stellt Land zur Verfügung, die ­Verhandlungen mit Swisscom laufen.

Noch warte die Gemeinde auf das offizielle Baugesuch. Sobald es eintreffe, wohl in den nächsten Wochen, würden die Einwohner informiert. Er spricht von einer Chance für Waldkirch und Bernhardzell. Zaccari hoffe nun – nach jahrelangem Warten – auf ein klares Bekenntnis aus der Bevölkerung. Funklöcher werden auch in Mörschwil beklagt. Die Betreiber versprechen Abhilfe: Salt und Sunrise planen je eine Antenne im Ort.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.