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Mitreden am Marktplatz

Die Ergebnisse einer ersten Umfrage zur Neugestaltung des Marktplatzes liegen vor: Die Calatrava-Halle und die Markt-Rondelle scheiden die Geister.
Roger Berhalter
Mit einem Container am Marktplatz wollen Patrizia Adam und Florian Kessler die Bevölkerung zum Mitmachen animieren. (Bild: Michel Canonica)

Mit einem Container am Marktplatz wollen Patrizia Adam und Florian Kessler die Bevölkerung zum Mitmachen animieren. (Bild: Michel Canonica)

Noch ist nichts entschieden. Der partizipative Prozess zur Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt hat eben erst begonnen. Nach zwei gescheiterten Abstimmungsvorlagen soll es nun im dritten Anlauf klappen, nicht zuletzt dank der Mitsprache verschiedener Anspruchsgruppen, Grundeigentümer und Stadtbewohner. «Wir hoffen, dass dadurch eine tragfähige Lösung entsteht», sagte Florian Kessler, Leiter des Stadtplanungsamtes, gestern vor den Medien. Baudirektorin Patrizia Adam freut sich auf einen «neuen, lebendigen Marktplatz».

Ein erster Baustein im partizipativen Prozess ist eine Online-Umfrage, welche die Stadt in den vergangenen Wochen durchgeführt hat. Sie schrieb gezielt 55 Anspruchsgruppen wie Parteien, Vereine und Verbände sowie 50 Grundeigentümer an. In den Fragen ging es unter anderem darum, Stärken und Schwächen des Platzes zu benennen. Gefragt wurde auch, wie wichtig der Platz sei. Rund drei Viertel der befragten Anspruchsgruppen und ein Drittel der Grundeigentümer machten mit. Gestern stellten Adam und Kessler die Ergebnisse erstmals öffentlich vor.

Die Umfrage liefert zunächst eine Art Rangliste: Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt sind für die Befragten gleich wichtig wie der Bahnhofplatz, aber wichtiger als der Gallusplatz (2. Rang) und der Rote Platz (3. Rang). «Es ist ein Markt-, Fest- und Begegnungsort», fasst Florian Kessler das vorherrschende Bild des Platzes zusammen. Dieser ist den Befragten einiges wert. Fast 90 Prozent wollen eine umfassende Neugestaltung, und diese dürfe auch ihren Preis haben. Nur elf Prozent sprechen sich für eine günstige Sanierung aus.

Auch in Zukunft soll der Platz ein öffentlicher Markt-, Fest- und Begegnungsort sein, das finden fast alle Befragten. Folgende Eigenschaften soll der Platz haben: Lieber belebt und laut als ruhig und beschaulich. Lieber freundlich und kontaktfördernd als zurückhaltend und anonym. Ob «städtisch, reduziert und praktisch» oder «lauschig und verspielt», das bleibt gemäss Umfrage zunächst unklar.

Jeder Dritte möchte die Calatrava-Halle erhalten

Sehr unterschiedlich fallen die Antworten zur Calatrava-Halle und zur Markt-Rondelle aus. Jeder Zweite findet die Calatrava-Halle bedeutend, für 44 Prozent ist sie unbedeutend. Jeder Dritte möchte sie stehen lassen, elf Prozent hingegen sind für Abbruch, und jeder Zweite ist beiden Varianten gegenüber offen. Ein Drittel der Befragten möchte die Markt-Rondelle erhalten, 19 Prozent wollen sie abbrechen.

Soweit die Ausgangslage für die weiteren Schritte (siehe Infobox). Mit einem Container auf dem Marktplatz möchte die Stadt auf die Neugestaltung aufmerksam machen und alle Interessierten zur Mitsprache animieren. Der nächste Termin auf dem Weg zum neuen Marktplatz ist die Infoveranstaltung am 2. Dezember, 19 Uhr, im Waaghaus.

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