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MITGLIEDERVERSAMMLUNG: St.Galler Detailhandel unter Druck: Pro City ist weiter gefordert

Der Detailhandel in der St.Galler Innenstadt hat weiter zu kämpfen. Es gilt engagiert nach Antworten auf die künftigen Entwicklungen zu suchen.
Claudia Schmid
Rezepte gegen Umsatzschwund gesucht: Die Detailhändler in der St. Galler Innenstadt sind gefordert. (Bild: Benjamin Manser)

Rezepte gegen Umsatzschwund gesucht: Die Detailhändler in der St. Galler Innenstadt sind gefordert. (Bild: Benjamin Manser)

Die Vereinigung der St.Galler Innenstadtgeschäfte Pro City hat sich am Montag zu ihrer Mitgliederversammlung getroffen. 37 Mitglieder und zahlreiche Gäste waren im Historischen Saal des Hauptbahnhofes anwesend. Zur wirtschaftlichen Situation des Detailhandels im Zentrum von St.Gallen konnte Ralph Bleuer, Präsident von Pro City, keine Entwarnung geben. «Auch 2017 war sehr intensiv und herausfordernd», betonte er in seinem Jahresbericht.

Der Präsident von Pro City verdeutlichte die Situation im Detailhandel mit Zahlen. In der Schweiz hätten die Online-Einkäufe gegenüber dem Vorjahr erneut um zehn Prozent zugenommen. Zalando beispielsweise habe den Umsatz von 500 auf 630 Millionen Franken steigern können. Doch auch die Einkäufe im Ausland bereiteten nach wie vor Sorgen, obwohl sich der Franken-Euro-Kurs leicht entspannt habe.

Auslandshopping gefährdet Arbeitsplätze

Die grösste Herausforderung der Innenstadtgeschäfte drehe sich somit noch immer um die Frage, mit welchen Massnahmen der Detailhandel die Frequenzen und die Umsätze in der Stadt behalten könne, sagt Bleuer weiter. Die Geschäfte müssten einerseits den Beweis erbringen, dass man auch in der Schweiz günstig einkaufen könne. Andererseits sei es wichtig, dass die Kundschaft erkenne, was das Einkaufen im Ausland für den heimischen Detailhandel bedeute. «Die Auswirkungen werden alle zu spüren bekommen. Ganz abgesehen davon, dass Arbeits- und Ausbildungsplätze verloren gehen.»

Ralph Bleuer machte deutlich, dass es kein Patentrezept gegen den Umsatzschwund gibt. Jedes Geschäft müsse seinen eigenen Weg finden, um seine Kundschaft mit hervorragenden Dienstleistungen und einem ausgewogenen Sortiment zu überzeugen. Die Dienstbereitschaft und das Direkterlebnis beim Einkaufen in einem realen Geschäft seien Pluspunkte, die kein Online-Shop bieten könne.

Der Präsident wies auch darauf hin, dass die Innenstadtgeschäfte dringend auf gute Rahmenbedingungen und damit auf die Unterstützung der städtischen Politik angewiesen sind. Pro City unterstütze das Parkhaus-Projekt UG 25 und werde sich im laufenden Jahr in diversen Arbeitsgruppen zur Zukunft der Innenstadt engagieren. Ralph Bleuer kündigte auch an, dass es auf dem Blumenmarkt im Sommer wieder ein Public Viewing zur Fussball-WM geben wird.

Am Schluss der Versammlung wandte sich der neue Tourismusdirektor an die Mitglieder von Pro City. Ihm sei es ein grosses Anliegen, dass zwischen St.Gallen-Bodensee Tourismus und der Vereinigung Pro City eine gute Zusammenarbeit bestehe. «Die Innenstädte sind ganz allgemein im Umbruch. Sie müssen sich neu erfinden und neu entwickeln», betonte Thomas Kirchhofer. Damit dies gelinge, brauche es das Miteinander starker Partner.

Umrahmt wurde die Mitgliederversammlung von zwei Referaten. Stadtingenieur Beat Rietmann liess die Neugestaltung des Bahnhofplatzes Revue passieren und Elmar Jud informierte über die Sanierung der Mühleggbahn.

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