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Mitfiebern unter einem Dach

Die Zeiten für Veranstalter von Public Viewings sind hart. Unter freiem Himmel Fussball zu schauen, während es in Strömen regnet, klingt nicht gerade verlockend. Im Vorteil sind bisher jene, die den Fans ein Dach über dem Kopf bieten.
Christina Weder
Public Viewing beim Silberturm: Gestern – beim Spiel Italien gegen Schweden – standen bereits die Stahlträger fürs neue Dach. (Bild: Michel Canonica)

Public Viewing beim Silberturm: Gestern – beim Spiel Italien gegen Schweden – standen bereits die Stahlträger fürs neue Dach. (Bild: Michel Canonica)

Die Fussball-EM ist längst angepfiffen. Und das Wetter zeigt sich unablässig von der launischen Seite. Für Public Viewings bedeutet das nichts Gutes. Draussen Fussball zu schauen, während es vom Himmel tropft, klingt wenig anmächelig. Dennoch zeigen sich die Veranstalter von Public Viewings in der Stadt zufrieden. Doch für sie ist klar: Ohne ein Dach über dem Kopf geht an dieser EM nichts.

Beim Silberturm im Grossacker wurden bisher sämtliche Spiele unter freiem Himmel übertragen. Wenn es regnete, suchten eingefleischte Fans Unterschlupf im gedeckten Eingangsbereich. Nun haben die Veranstalter nachgerüstet. Gestern wurde ein wetterfestes Zeltdach über den 500 Sitzplätzen montiert. Organisator Kurt Koller ist überzeugt, dass sich die Investition lohnt. «So sind wir auf der sicheren Seite.» Zwar würden drinnen im Silberturm 200 Plätze zur Verfügung stehen, «doch die Leute wollen draussen sein, da ist die Stimmung ganz anders».

Profiteur des Regenwetters

Eines steht fest: Jene Public Viewing-Orte, die ein Dach über dem Kopf bieten, waren in der ersten EM-Woche klar im Vorteil. Das bestätigt Marc Schäfer, Leiter der Shopping-Arena in Winkeln, auf deren Vorplatz sich das grösste überdachte Public Viewing der Ostschweiz befindet. Es bietet rund 500 Sitz- und 1500 Stehplätze. «Wir profitieren geradezu vom Regenwetter, weil es bei uns gedeckt ist», sagt Schäfer. Um den kühlen Temperaturen zu trotzen, rüsten sich die Fans entsprechend aus. «Ich habe hier keine Leute in T-Shirts und kurzen Hosen gesehen, eher in Winterkleidern.» Bei den beiden Schweizer Spielen war es in der Fanzone besonders dicht gedrängt. 1500 bis 2000 Leute kamen. Gut besucht waren bisher auch die Spiele der Italiener, Kroaten, Spanier und Deutschen. Eher dürftig besetzt war die Fanzone dagegen, als die Ukraine, Island und England auf dem Platz standen.

Auch mitten in der Stadt, auf dem Blumenmarkt, werden die Fussballfans nicht im Regen stehen gelassen. Die Vereinigung Pro City hat ein wetterfestes Zelt aufgestellt, in dem 250 bis 300 Personen auf Festbänken Platz finden. Als die Schweizer Mannschaft spielte, war es proppenvoll. Auch beim Spiel Deutschland – Polen blieb kein Platz frei. Pro-City-Präsident Ralph Bleuer zeigt sich sehr zufrieden. Und doch hat er noch einen Traum. Es ist jener vom lauen Sommerabend, an dem das Zelt geöffnet werden kann, so dass auch Aussenstehende einen Blick auf die Leinwand erhaschen. Das depressive Wetter schlägt zunehmend auch auf die Stimmung.

Full House erwartet

Buchstäblich ins Wasser gefallen ist bis jetzt die Fussballbar auf dem französischen Balkon der Militärkantine. Wesentlich besser erging es da dem Kulturlokal Palace. Wer sich im Kinosessel zurücklehnt, kann das Regenwetter getrost ausblenden. Das taten durchschnittlich 50 bis 100 Leute. Der Grill im Garten ist auch bei Schlechtwetter in Betrieb.

Für morgen Sonntag, wenn die Schweiz um 21 Uhr auf Frankreich trifft, erwarten die Public Viewing-Veranstalter nochmals Full House. Sie halten es mit Marc Schäfer von der Shopping Arena: «Wenn die Schweizer gut spielen, kommt die Begeisterung schon noch.»

Public Viewing unter dem Zeltdach auf dem Blumenmarkt: Die Fans feiern das Schweizer Goal gegen Albanien. (Bild: Benjamin Manser)

Public Viewing unter dem Zeltdach auf dem Blumenmarkt: Die Fans feiern das Schweizer Goal gegen Albanien. (Bild: Benjamin Manser)

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