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MITBESTIMMUNG: Ja zum Markt – aber zu welchem?

Derzeit läuft der Partizipationsprozess für den dritten Anlauf zur Umgestaltung des Marktplatzes. Am zweiten Forum wurden kontroverse Themen diskutiert. Der ständige Markt und die Rondelle bleiben strittig.
Reto Voneschen
Soll die Rondelle (rechts im Bild) durch einen Neubau ersetzt werden? Das zweite Marktplatzforum war uneinig. (Bild: Urs Bucher)

Soll die Rondelle (rechts im Bild) durch einen Neubau ersetzt werden? Das zweite Marktplatzforum war uneinig. (Bild: Urs Bucher)

Reto Voneschen

reto.voneschen@tagblatt.ch

Tendenziell sollen die Haltestellen für Bus, Postauto und Bahn auf dem Bohl, also am heutigen Standort, beibehalten werden. Märkte soll es im Stadtzentrum weiter geben; strittig ist die Frage ihrer Ausgestaltung. Uneins sind sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer am partizipativen Prozess für die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt auch über den Erhalt der Calatrava-Wartehalle und der Marktplatz-Rondelle.

Das sind die wichtigsten Resultate des zweiten «Forums Marktplatz». Daran nahmen am Donnerstagabend im Waaghaus rund 100 Personen teil. Sie diskutierten in einem Dutzend Gruppen die drei Themen, die in der ersten Gesprächsrunde Ende Januar am umstrittensten waren. Die von der Stadt vorgenommene Analyse der ersten Gesprächsrunde und damit die damals mehrheitlich vertretenen Grundpositionen wurden zudem bestätigt. Die Stimmung sei am Donnerstag wieder gut gewesen, zog Stadtplaner Florian Kessler gestern eine allererste Bilanz. Man habe angeregt und konstruktiv mitein­ander diskutiert.

Der ÖV soll weiterhin auf dem Bohl halten

Bei einem der umstrittensten Punkte der beiden vom Volk bereits abgelehnten Marktplatz-Vorlagen zeichnet sich im Partizipationsverfahren für den dritten Anlauf für eine Neugestaltung ein Konsens ab. Die Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer möchte grundsätzlich am heutigen Standort der ÖV-Haltestellen auf dem Bohl festhalten. Diese Tendenz habe sich am Donnerstag klar abgezeichnet, sagt Florian Kessler. Kritisch zu den Haltestellen auf dem Bohl hätten sich die Vertreter des öffentlichen Verkehrs, von VBSG, Postauto und Appenzeller Bahnen, geäussert, sagt der Stadtplaner. Sie haben betriebliche Bedenken. Konkret wiesen sie auf Rückstauprobleme beim Knoten Brühltor auf die Seite Rorschacher- und Torstrasse sowie Burggraben hin, die die Fahrplanstabilität in Frage stellen könnten.

Braucht es den ständigen Markt noch?

Ein Thema, das in den Diskussionen nicht nur am «Forum Marktplatz» Emotionen auslöst, ist die Zukunft des Marktes. Am Donnerstagabend sei klar herausgekommen, dass man sich weiterhin Märkte im Gebiet Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt wünsche, sagt Florian Kessler. Weniger einig seien sich die Forumsteilnehmer allerdings über deren Ausgestaltung gewesen.

Unbestritten geblieben seien die sogenannten regelmässigen Märkte wie Wochen-, Bauern- oder Quartalsmarkt. Auseinandergegangen seien die Meinungen aber bei der Frage, ob es den täglichen Markt noch brauche. Bei der Analyse der Veranstaltung werde man daher die geäusserten Argumente für und wider diesen Markt sehr genau anschauen, kündigte Stadtplaner Kessler gestern Freitag im Gespräch an.

Gebäude ja, aber es muss nicht die Rondelle sein

Dritter Diskussionspunkt des zweiten Marktplatzforums war die Zukunft der Calatrava-Wartehalle und der Rondelle auf dem Marktplatz. Die Meinungen zur Wartehalle gehen auseinander, ihr Schicksal wollen viele Forumsteilnehmer von der Positionierung der ÖV-Haltestellen abhängig machen. Auch die Meinungen darüber, ob die Marktplatz-Rondelle erhalten oder abgebrochen werden soll, waren am Donnerstagabend kontrovers: Eine Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprach sich zwar für ein Gebäude an dieser Stelle des Marktplatzes aus. Für viele könnte es aber auch etwas Anderes als die heutige Rondelle, also etwas Neues, sein. Andere wiederum wollen an ihr festhalten.

Zusammenfassung bis Ende Mai

Nach dem zweiten «Forum Marktplatz» liegt der Ball wieder bei der Stadt. Das Stadtplanungsamt wird die Diskussionen vom Donnerstagabend wiederum auswerten und einen Bericht darüber erstellen. Dieser wird voraussichtlich bis Ende Mai den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Forums zugestellt, damit das Papier in den Organisationen, die sie vertreten, diskutiert werden kann. Aus der Forumsanalyse und den Stellungnahmen dazu werden dann die Grundlagen erarbeitet, auf deren Basis der Stadtrat entscheiden kann, wie es weitergehen soll. Kernfrage dabei ist, ob ein neues Projekt entwickelt werden muss oder ob das vorliegende Wettbewerbsprojekt angepasst werden kann. (vre)

www.marktplatz.stadt.sg.ch

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