Mit Widerstand zum Erfolg

Der Widerstand einiger Obstbauern und der Mut dreier Obstbauern, rechtlich gegen Regierung und Fachleute vorzugehen, trägt Früchte. Diesem Widerstand ist zu verdanken, dass schöne Hochstamm-Obstbäume in Mörschwil noch stehen.

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Der Widerstand einiger Obstbauern und der Mut dreier Obstbauern, rechtlich gegen Regierung und Fachleute vorzugehen, trägt Früchte. Diesem Widerstand ist zu verdanken, dass schöne Hochstamm-Obstbäume in Mörschwil noch stehen. In wenigen Wochen werden Blätter spriessen und Blüten aufgehen – in Obstgärten, die zu den schönsten gehören. Wäre es nach dem Willen des Kantons gegangen, die Bäume stünden nicht mehr, ihr Holz wäre verfeuert.

Das ist die Geschichte vom guten Schluss einer Auseinandersetzung mit einem gemeinsamen Feind, den beide Seiten – Obstbauern und Fachleute in den Ämtern – nicht genau genug kennen, um alle Auswirkungen erfassen zu können: dem Feuerbrand, einer heimtückischen Kernobstkrankheit, die sich bei idealen Bedingungen explosionsartig verbreiten und grossen Schaden anrichten kann.

In diesem Kampf wollten beide Seiten das aus ihrer Sicht Beste, nämlich den Feuerbrand in den Griff bekommen. Der Kanton wollte mit dem groben Zweihänder ausrotten, was als Gefahr galt, während die Obstbauern ihre Bäume retten wollten, für die sie jahrzehntelang gearbeitet haben.

Es brauchte die verheerenden Schäden des schlimmen Feuerbrand-Jahres 2007, damit die Einsicht reifen konnte, dass der Kampf gegen den mittlerweile flächendeckend verbreiteten Feuerbrand nicht zu gewinnen, dieser bestenfalls in Schach zu halten ist. Diese Erkenntnis und neue Hilfsmittel gegen die Ausbreitung des Feuerbrands machten erst die neue Strategie des Kantons – Freiwilligkeit und Unterstützung statt Zwangsrodungen – möglich, mit der alle leben können. Markus Löliger

m.loeliger@tagblatt.ch

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