Mit Tempo 30 den Rosenbüchel hinauf

Seit längerem wird im Gebiet Rosenbüchel im Westen der Stadt über die Einführung einer Tempo-30-Zone diskutiert. Nun hat das Quartier die Anwohner zum Thema befragt.

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Bald Tempo 30? Die Haselstrasse (links) und die Oberstrasse. (Bild: Malolo Kessler)

Bald Tempo 30? Die Haselstrasse (links) und die Oberstrasse. (Bild: Malolo Kessler)

Zuerst war St. Fiden-Krontal: 1992 wurde dort die erste städtische Tempo-30-Zone eingeführt. Mittlerweile gibt es über deren 40 in der ganzen Stadt, von Winkeln Süd über Lachen-Vonwil bis Neudorf. Bald soll noch eine weitere Zone dazukommen: Im Gebiet Rosenbüchel im Westen der Stadt.

Seit längerem ein Thema

Den Wunsch nach einer Tempominderung existiere bei einigen Anwohnern im Quartier schon seit etwa einem bis zwei Jahren, sagt Benno Giger, Präsident des Einwohnervereins Bruggen.

Die Einführung einer Tempo-30-Zone sei immer wieder diskutiert worden. An der Hauptversammlung des Einwohnervereins im Jahr 2009 wurde dann mit einer Konsultativabstimmung die Einführung einer derartigen Zone klar befürwortet. Anschliessend erarbeitete das städtische Tiefbauamt mit der Stadtpolizei einen provisorischen Plan, auf dem jene Strassen eingezeichnet sind, welche von der Tempominderung betroffen sein könnten.

Gemäss Plan ist das ein Teil der Oberstrasse zwischen der Haggenstrasse und der Hechtackerstrasse, die Rosenbüchelstrasse und die Haselstrasse. Die Zone soll an die bereits bestehende Tempo-30-Zone Haggen/Bernhardswies angegliedert werden.

Das Projekt stellte der Einwohnerverein kürzlich in seiner Quartierzeitschrift vor. Gekoppelt mit einer Umfrage, an der alle Anwohner der betroffenen Strassenabschnitte teilnehmen konnten. Diese entscheidet nun darüber, ob das Projekt weiterverfolgt werden kann oder nicht.

Die Resultate werden laut Giger gegenwärtig ausgewertet. «Wir hatten viele Rückmeldungen. Das Thema scheint zu bewegen», sagt der Präsident des Einwohnervereins.

Stadtrat fällt Entscheid

Wenn die Auswertung ergibt, dass die Anwohner einer Tempo-30-Zone mehrheitlich positiv gegenüberstehen, werden wieder das Tiefbauamt und die Stadtpolizei aktiv.

Sie führen vor Ort Verkehrsmessungen durch, erstellen ein ausführliches Gutachten, das die Verhältnismässigkeit von Tempo 30 prüft, und erarbeiten detaillierte Pläne. Die Entscheidung, ob die Zone dann tatsächlich eingeführt wird, fällt der Stadtrat. Läuft alles nach Plan, und ergreift niemand Rechtsmittel gegen die Zone, könnte im Gebiet Rosenbüchel voraussichtlich bereits im Jahre 2011 Tempo 30 statt Tempo 50 gelten. (mke)

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