Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Mit heiterem Nachklang

Das Winterkonzert der Stadtharmonie Eintracht Rorschach in der Kolumbanskirche überzeugt durch abwechslungsreiche Klänge. Das Publikum zeigt sich beeindruckt.
Die Stadtharmonie Eintracht überzeugt mit ihrem abwechslungsreichen Winterkonzert. (Bild: Barbara Camenzind)

Die Stadtharmonie Eintracht überzeugt mit ihrem abwechslungsreichen Winterkonzert. (Bild: Barbara Camenzind)

RORSCHACH. Als ob so bestellt: Das sonnige Wetter lockte viele gutgelaunte Flaneure an den Rorschacher Bummelsonntag. Diejenigen, die es bis in die Kolumbanskirche schafften, erlebten dort ein rundes, festliches, mit heiterem Nachklang versehenes Winterkonzert mit der Stadtharmonie Eintracht Rorschach.

Showdown mit Ton-Feuerwerk

Vorhang auf für Jean-Philippe Rameaus galante Indianer: Mit «Savages» eröffneten die Einträchtler ihr Programm fast wie ein barockes Theater. Die Klarheit und Strenge der Toccata – der Geschlagenen – wurde mit swingenden Rhythmen durchbrochen: ein gelungener Opener, den die Musikantinnen und Musikanten temposicher durchmusizierten. Wer sich am vergangenen Sonntag an der Farbenpracht des sonnigen Wintertages erfreute, bekam mit «Music for a Festival» das entsprechende Klangbild dazu. Farbige Holzbläserkantilenen, knallende Blechbläsersätze und klingende Schattenspiele, inszeniert von schwer beschäftigten jungen Damen und Herren am Schlagwerk.

Auch im Showdown, von heiklen Tempowechseln begleitet, zeigte das Korps keine Scheu vor dem Ton-Feuerwerk des Komponisten Philip Sparke. Das Publikum zeigte sich beeindruckt.

Sagenwelt und Santa Claus

Dem charmanten Unernst von Derek Bourgeois' Serenade konnte man sich nicht entziehen. Die leichtfüssige Komposition, verstärkt durch eine Konzertharfe, die er als Auszugsmusik zu seiner eigenen Hochzeit geschrieben hatte, hüpfte im Taktwechsel zwischen 11/8 und 13/8 durch die Kirche. Solche Flatterhaftigkeiten bedürfen einer sicheren Hand: Dirigent Suso Mattle blieb bei diesem Kabinettstückchen ganz Herr der Lage.

Verstörend schön verlief die Reise durch Irlands Sagenwelt. Mit «Der Traum des Oenghus» wagten sich die Stadtharmoniker an die Grenzen der Tonalität: Sie tauchten ab in die Gefühlswelt eines Liebenden und seiner Sehnsucht. Rolf Rudins Werk – für ungeübte Ohren eher neu tönend – war ein sinnliches Erlebnis ohne den oft zu hörenden Blasmusik-Bombast. Richtig weihnachtlich zumute wurde es den Zuhörenden spätestens bei «Blithe Bells» von Percy Grainger. Die hübschen Glockenspiele würden jedem Santa Claus ein begeistertes «Ho, ho, ho» entlocken. Die im Werk vollzogene Verschmelzung einer Arie aus Johann Sebastian Bachs Jagdkantate BWV 208 und einer Prise Georg Gershwin wirkte jedoch etwas seltsam, was nicht an den Ausführenden lag. Gewisse Originale sind in ihrer Schönheit halt bearbeitungsresistent.

Vier Tänze zum Schluss

Mit den vier schottischen Tänzen von Malcolm Arnold bewies die Stadtharmonie Eintracht ihr musikantisches Talent. Äusserst geschmeidig musiziert hiess es dann: Vorhang zu und viel Applaus für diese Stunde guter Musik an einem wunderschönen Wintertag. (bca)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.