Mit Handorgeln von Sizilien über den Balkan nach Israel

WITTENBACH. Ob Albanien, Frankreich, die USA oder die Schweiz; in unzähligen Ländern auf der ganzen Welt spielt das Akkordeon eine wichtige Rolle in der volkstümlichen Musik.

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WITTENBACH. Ob Albanien, Frankreich, die USA oder die Schweiz; in unzähligen Ländern auf der ganzen Welt spielt das Akkordeon eine wichtige Rolle in der volkstümlichen Musik. Wer also, wie die Mitglieder des Akkordeonorchesters Wittenbach, dieses Instrument beherrscht, kann eine musikalische Reise rund um den Globus unternehmen. Etwas näher am Alpenraum bleibt das Akkordeonorchester Wittenbach bei seinem Jahreskonzert von morgen Sonntag. Ab 16 Uhr spielen die Musiker im Oberstufenzentrum Grünau in Wittenbach Lieder aus Ländern rund ums Mittelmeer.

Start und Ziel in Sizilien

Unter dem Motto Mittelmeerkreuzfahrt beginne die musikalische Reise in Sizilien, sagt Bernhard Bölli, musikalischer Leiter des Orchesters. Die weiteren Stationen seien Balkanländer, Griechenland und Israel. Das Konzert dauert etwa eine halbe Stunde.

Vor dem eigentlichen Konzert werden die Nachwuchsmusiker von der Schule für Musik Wittenbach ihr Können unter Beweis stellen. Etwa 15 Schülerinnen und Schüler von der ersten Klasse bis ins Oberstufenalter werden verschiedene Volkslieder vortragen, wie Bölli verspricht. Die Schüler treten in ganz unterschiedlichen Formationen auf. Und nicht alle spielen Akkordeon. Einige haben nämlich das Spielen auf dem Schwyzerörgeli gelernt.

Ziehen tönt anders als Stossen

Schwyzerörgeli und Akkordeon seien zwei verschiedene Instrumente; «wer mit dem Schwyzerörgeli spielen kann, beherrscht nicht automatisch das Spiel auf dem Akkordeon», erklärt Bölli. Während bei der «normalen» Handorgel eine gängige Notenschrift zu lesen ist, gibt es beim Schwyzerörgeli so etwas wie Symbole, die zeigen, wie und wo man spielen muss. Zudem sind die hiesigen Handorgeln diatonisch, was so viel bedeutet, dass beim Auseinanderziehen ein anderer Klang ertönt als beim Zusammenstossen.

Das Konzert des Nachwuchsorchesters dauert ebenfalls eine halbe Stunde. Die musikalische Leitung hat Anita Rizzo. Zwischen den Konzerten gibt es einen Unterbruch, wodurch der ganze Anlass bis 17.15 Uhr dauert. Im Anschluss gibt es laut Bölli eine Überraschung. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte erhoben. (ses)