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Mit grünem Daumen werkeln

Studien und Bürojobs – für viele Jugendliche scheint dies nach der Schulzeit das einzige Ziel zu sein. Dabei gäbe es so viele Berufsrichtungen. Für Matthias Frischknecht stand jedoch schon früh fest: Es kann nur eine handwerkliche Beschäftigung sein.
Alessia Pagani
Matthias Frischknecht in seiner gewohnten Berufsumgebung. (Bild: Alessia Pagani)

Matthias Frischknecht in seiner gewohnten Berufsumgebung. (Bild: Alessia Pagani)

UNTEREGGEN. Zwischen Bank und Stuhl – so lässt sich die Lebenssituation von Matthias Frischknecht momentan wohl am treffendsten beschreiben. Vergangenen Donnerstag ist der 20-Jährige aus einer zweimonatigen Reise durch Australien heimgekehrt. Down Under hat er eine Sprachschule besucht, die Metropolen Perth und Sydney kennengelernt und einen Abstecher ins Outback unternommen. Dem komplett gegensätzlich, rückt der junge Mann am Montag in die Rekrutenschule ein und wird für 18 Wochen bei Wangen an der Aare dienen.

Momentan aber schwirrt dem 20-Jährigen ein ganz spezieller Termin durch den Kopf: Am 2. April wird Matthias Frischknecht an den Ostschweizer Regionalausscheidungen der Landschaftsgärtner teilnehmen (siehe Kasten).

Bürojob war damals undenkbar

Während viele Jugendliche eine klassische Bürolehre machen oder ein Studium beginnen, hat sich Matthias Frischknecht für den Beruf des Landschaftsgärtners entschieden. Im Sommer hat er seine dreijährige Lehre abgeschlossen. Er hat sich während dreier Jahre um den Unterhalt und die Pflege von Grünflächen gekümmert sowie Neuanlagen geplant und angebracht. Vor allem die Abwechslung gefällt ihm, und, wie er mehrfach antönt, das Bewegen in der Natur. «Ich bin ländlich aufgewachsen, wir haben viel draussen gespielt, von daher hatte ich einen Bezug zur Natur», sagt der Unteregger, der nach wie vor von seinem Beruf schwärmt. Was seine berufliche Zukunft bringt, weiss Matthias Frischknecht allerdings noch nicht genau.

Schwierige Entscheidung

Einfach gestaltete sich die Berufswahl bei Matthias Frischknecht allerdings nicht. «Es ist schwierig, in diesem Alter solche Sachen zu entscheiden.» Obwohl er damals wusste, dass er einen handwerklichen Beruf erlernen möchte, musste er einige Schnupperlehren absolvieren. Die Arbeit als Gärtner habe ihm schliesslich am meisten zugesagt. «Etwas mit den Händen zu schaffen und die Natur auszukosten, das wollte ich machen», sagt Matthias Frischknecht. Dass sein Vater in früheren Jahren Baumschulist gelernt hat und nun ebenfalls als Gärtner tätig ist, hat die Entscheidung schliesslich zusätzlich vereinfacht.

Matthias Frischknecht liebt seinen Beruf trotz manchmal schwieriger Umstände nach wie vor: «Natürlich ist meine Laune bei schlechtem Wetter nicht immer gut, aber wenn die Sonne scheint und ich im Freien arbeiten kann, denke ich auch oft an die anderen, die den ganzen Tag im Büro sitzen müssen.»

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