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Mit Gleichstellung Ernst machen

Gestern haben rund 60 Frauen und Männer in der St. Galler Altstadt für die konsequente Umsetzung des Gleichstellungsgesetzes demonstriert. Gleichstellung etwa im Arbeitsmarkt sei immer noch nicht erreicht.
Urs Voegeli
Der Frauen-Demonstrationszug mit Transparenten und Trillerpfeifen gestern abend am Eingang zur Brühlgasse. (Bild: Urs Voegeli)

Der Frauen-Demonstrationszug mit Transparenten und Trillerpfeifen gestern abend am Eingang zur Brühlgasse. (Bild: Urs Voegeli)

Die Organisatorinnen von der Frauengruppe der Unia Ostschweiz waren gestern Dienstag im Wetterglück. Pünktlich auf den Start des Demonstrationszuges um 17.30 Uhr auf dem Bohl setzte der Regen aus. Eine halbe Stunde zuvor hatte es noch in Strömen gegossen.

«Wenn Frau will…»

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung zogen mit Trillerpfeifen und Rasseln durch die Altstadt. In der Multergasse wurde ein Halt eingelegt. Zum Slogan des Frauenstreiks vom 14. Juni 1991, «Wenn Frau will, steht alles still», gingen sie auf die Knie und jubelten. Beim Brunnen in der Marktgasse passierte der Umzug den Gedenkort fürs Massaker von Orlando (Florida). Im Andenken an diese Tragödie führte der Marsch schweigend zurück auf den Bohl.

In ihrer Ansprache legte Anke Gähme, die Regionalleiterin der Unia St. Gallen, anhand diverser Statistiken die Gleichstellungssituation auf dem Arbeitsmarkt dar. Hier sei die Gleichstellung noch lange nicht Tatsache. Beispielsweise betrage der Frauenanteil in den Führungsetagen nur gerade 32 Prozent – und 84 Prozent aller berufstätigen Frauen arbeiteten im Niedriglohnsektor, kritisierte Gähme.

Sexistische Sprüche

Drei Frauen erzählten dann über persönliche Erfahrungen mit Diskriminierung am Arbeitsplatz. Sie berichteten von sexistischen Sprüchen der Kundschaft oder Schikanen durch den Chef in einer Coiffeurlehre, von einer Kündigung im Gastgewerbe aufgrund einer Schwangerschaft. Der Künstler Raoul Nagel nahm dann aus Sicht eines Mannes singende und sprechende Stellung zum Thema.

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