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Mit 99 noch Walzer getanzt

Am Mittwoch hat Gertrud Hertrich mit Familie und Freunden ihren 100. Geburtstag im Alterszentrum Schäflisberg gefeiert. Auch Stadtpräsident Thomas Scheitlin hat sie aus diesem Anlass besucht.
Miryam Koc
Stadtpräsident Thomas Scheitlin gratuliert Gertrud Hertrich. (Bild: Miryam Koc)

Stadtpräsident Thomas Scheitlin gratuliert Gertrud Hertrich. (Bild: Miryam Koc)

Der Mehrzweckraum im Alterszentrum Schäflisberg ist festlich dekoriert. Blumen stehen auf dem Tisch. Es gibt Prosecco und einen Apéro. Also alles, was zu einem Geburtstag dazugehört. Vor 100 Jahren – am 14. Juni 1916 – kam Gertrud Hertrich in St. Gallen zur Welt. Am Mittwochvormittag feierte sie diesen Anlass mit Familie und Freunden. Auch Stadtpräsident Thomas Scheitlin nahm am Fest zum runden Geburtstag teil. Gertrud Hertrich freute sich sehr über seinen Besuch.

«In 100 Jahren passiert viel»

Aufgewachsen ist Hertrich im Stadtteil Bruggen und ist später nach St. Georgen gezogen. «In hundert Jahren erlebt man einiges, nicht wahr?», fragt Scheitlin. «Ja, das ist so», antwortet Hertrich. Sie habe erlebt, wie zum ersten Mal ein Auto über die Zürcher Strasse rollte, die damals noch keine Hauptstrasse war wie heute. «Das war früher eine Sensation», sagt Hertrich. Selbst vom Krieg habe sie einiges mitbekommen. Ihr Mann arbeitete als Schuhmacher, und sie betrieb einen Milch- und Käseladen in der Stadt. «Heute gibt es nicht mehr so viele kleine Lädeli», sagt Hertrich.

Familie aus Amerika

Gertrud Hertrich liebte es zu verreisen und war öfters in Amerika, wo sie ihre Familie besuchte. Auch nach Argentinien zog es sie für mehrere Monate. Hertrich hat heute insgesamt acht Urenkel, die an verschiedenen Orten auf der Welt leben. Ein Teil der Familie ist für ihren Geburtstag von Amerika nach St. Gallen gereist. Seit drei Jahren lebt Gertrud Hertrich nun im Alterszentrum Schäflisberg, und es gefalle ihr sehr. «Früher habe ich viel getanzt und erst letztens noch einen Walzer», sagt Hertrich. «An Ihrem 200. Geburtstag besuche ich Sie wieder», sagt Scheitlin. Und Hertrich lacht.

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