Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Mini-Bibliothek fürs Hotel Dom

St. Gallen als Buchstadt soll künftig auch Touristen schmackhaft gemacht werden. Dazu hat der Buchverein St. Gallen ein Pilotprojekt mit zwei Hotels lanciert. Dieses bringt Bücher und Comics in die Lobby.
Kathrin Reimann
Claudius Krucker von Buchstadt St. Gallen zeigt einen Comic aus der Bibliothek, die hinter ihm in der Plexiglasbox zu sehen ist. (Bild: Kathrin Reimann)

Claudius Krucker von Buchstadt St. Gallen zeigt einen Comic aus der Bibliothek, die hinter ihm in der Plexiglasbox zu sehen ist. (Bild: Kathrin Reimann)

Hans-Jakob Würsch liebt Literatur und bevorzugt es, sie in guter alter Manier zu konsumieren. «Ich habe gerne ein echtes Buch aus Papier in der Hand», sagte der Leiter des Hotels Dom in St. Gallen. Und bald können seine Hotelgäste dies ebenfalls tun.

Miniaturbibliothek im Hotel

Am Mediengespräch von gestern Morgen informierte er mit Kathrin Hilber und Claudius Krucker von «Buchstadt St. Gallen» über das neuste Pilotprojekt, das unter dem Patronat der Region Appenzell AR-St. Gallen- Bodensee steht. Dieses bringt jeweils eine Art Kleinstbibliothek in zwei Hotels. Das eine ist das Hotel Dom in St. Gallen, das andere das Hotel Mozart in Rorschach. Auch in den beiden dazugehörigen Cafés – in der Stadt ist dies das Kloster-Bistro – entsteht eine Miniaturbibliothek mit etwa 15 Büchern. Die Hotels verfügen über keinen expliziten Leseraum. Für einen solchen fehlt vielen der Platz und das Geld. Daher bringt das Pilotprojekt die Bibliothek in Form einer mit Büchern und Comics gefüllten Plexiglas-Box in die Hotels. «Dabei handelt es sich aber nicht um verstaubte und zurückgelassene Bücher, sondern um eine gepflegte Auswahl», sagt Claudius Krucker. So finden sich unter den Büchern viele Exemplare mit regionalem Bezug wie etwa die Kinderbücher von Lika Nüssli, die «Herr Mäder»-Comics von Manuel Stahlberger, «Fräulein Stark» von Thomas Hürlimann, aber auch Philosophisches oder Bücher mit Wanderungen oder Lyrik aus der Region – ein lokaler Bezug ist aber nicht zwingend.

Keine dicken Schmöker

Die Bibliothek wird in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung zur Rose zusammengestellt. Wichtig ist, dass es sich dabei nicht um die dicksten Schmöker handelt. «Kurzgeschichten oder Gedichte eignen sich besonders», ist Hans-Jakob Würsch überzeugt. Die Bücher können die Gäste gleich vor Ort oder in ihren Zimmern lesen. Sie sind auch an der Rezeption erwerbbar. «Literatur ist wichtig und gehört in jedes Hotel», ist Würsch überzeugt. Wie das Angebot genutzt wird und ob die Auswahl an Büchern – im Moment handelt es sich nur um deutschsprachige Titel – angepasst werden soll, wird sich in der nächsten Zeit zeigen. Die Initianten planen später, alle interessierten Hotels mit einer Plexiglas-Bibliothek zu versehen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.