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MILLIONENPROJEKT: Japanischer Lernraum mit viel Luft

Der Architekturwettbewerb für das neue Lernzentrum der HSG ist entschieden: Der Auftrag geht an den Japaner Sou Fujimoto. Der Bau kostet 40 bis 50 Millionen Franken und wird mit Spenden finanziert.
Das Projekt für das Learning Center aus der Vogelperspektive. (Bild: pd)

Das Projekt für das Learning Center aus der Vogelperspektive. (Bild: pd)

Die Zahl der Studenten an der Universität St. Gallen (HSG) steigt von Jahr zu Jahr – derzeit sind es über 8500. Um die Platznot zu entschärfen und neue Lernformen zu ermöglichen, treibt die Uni mehrere Bauprojekte voran. Eines davon ist das ­Le­arning Center (Lernzentrum) neben der HSG-Bibliothek auf dem Rosenberg. Anders als der neue Campus am Platztor wird dieser Bau privat finanziert; Bauherrin ist die HSG-Stiftung.

Seit gestern ist klar, wie das Lernzentrum aussehen soll: Der Architekturwettbewerb ist entschieden. Das Projekt des Japaners Sou Fujimoto – er hat ein Büro mit über 30 Mitarbeitern in Tokio und Paris – hat das Rennen gemacht. Insgesamt acht Architekturbüros wurden zum Wett­bewerb eingeladen, fünf aus der Schweiz. Unter Letzteren war auch die St. Galler Barão-Hutter GmbH.

Offene Struktur für neue Lernformen

Das Siegerprojekt mit dem Namen «Open Grid» sieht ein Gebäude aus Würfeln vor, die auf einem Raster (englisch: Grid) angeordnet und stufenförmig aufeinander geschichtet sind. Dadurch entstehen diverse Dachterrassen; sie sollen begrünt werden. Die Fassade besteht zu einem grossen Teil aus Glas. «Transparenz und Durchlässigkeit sind uns wichtig», sagt Sou Fujimoto bei der Präsentation des Entwurfs. Die offene Grid-Struktur setzt sich im Innern fort: Rund um das Atrium, das Herzstück des Gebäudes, sind Räume angefügt, die sich je nach Bedarf verändern lassen. Das entspricht dem didaktischen Konzept des Learning Center. Hier sollen Studenten und Dozenten neue Lehr- und Lernformen flexibel erproben – mit Hilfe modernster Technik. Die transparente Bauweise soll die Kreativität und das Zusammenarbeiten fördern. Für Luca Serratore, Präsident der HSG-Studentenschaft, ist das ein zentraler Punkt. «Persönliche Interaktion ist wichtig, gerade an­gesichts der fortschreitenden Digitalisierung.»

Das Projekt für das Learning Center aus der Vogelperspektive. (Bild: pd)

Das Projekt für das Learning Center aus der Vogelperspektive. (Bild: pd)

Der Basler Architekt Ingemar Vollenweider, Mitglied der Jury, sagt zum Siegerprojekt: «Der Bau fügt sich in die engen Platzverhältnisse vor Ort relativ zwanglos ein.» Mit seiner terrassenartigen Form passe er gut in die Umgebung und knüpfe an die Gestalt der bestehenden Campusgebäude an. Sou Fujimoto und seine Mitarbeiter hätten zudem die didaktische Idee des Lear­­ning Center bereits weit entwickelt. «Die inneren und äusseren Kräfte sind in diesem Entwurf auf höchstmöglichem Niveau ausbalanciert.»

40 Millionen Franken sind bereits zugesichert

Der Neubau wird 40 bis 50 Millionen Franken kosten. Er soll komplett aus Schenkungen finanziert werden. «40 Millionen Franken wurden uns bereits zugesichert», sagt Urs Landolf, Stiftungsrat der HSG-Stiftung und Präsident der HSG-Alumni. Unter den Spendern sind beispielsweise die Unternehmer Michael Hilti und Thomas Schmidheiny sowie der Liechtensteiner Fürst Hans-Adam II.

Als Spendenziel strebt die HSG-Stiftung 60 Millionen Franken an. Nebst den Baukosten sieht sie rund fünf Millionen Franken für die technische Ausstattung und weitere zehn Millionen als Anschubfinanzierung für den Betrieb vor. Letztere ist etwa für speziell geschulte Coaches ­gedacht, die im Lernzentrum zum Einsatz kommen sollen. Bis Anfang 2019 sollen die Vorbe­reitungen für die Baueingabe abgeschlossen sein. Auf das Frühlingssemester 2022 will die Universität das Lernzentrum in Betrieb nehmen.

Alle acht Wettbewerbsprojekte sind bis zum 9. März im ersten Obergeschoss des Hauptgebäudes der HSG ausgestellt.

Eine Illustration des Projekts "Open Grid - Choices of Tomorrow" von Sou Fujimoto Architekten. (Bild: pd)

Eine Illustration des Projekts "Open Grid - Choices of Tomorrow" von Sou Fujimoto Architekten. (Bild: pd)

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