Migros zeichnet Quartiertreff aus

Das Migros-Kulturprozent hat zum zweiten Mal den Wettbewerb für Ostschweizer Generationenprojekte durchgeführt. Einer von fünf Gewinnern ist der Quartiertreff Rorschach, der die Jury mit der Partizipation der Bewohner überzeugte.

Rudolf Hirtl
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Quartiertreff-Leiterin Anna Dietsche (links) und Natalie Brägger, Projektleiterin vom Kulturprozent Migros Ostschweiz. (Bild: Rudolf Hirtl)

Quartiertreff-Leiterin Anna Dietsche (links) und Natalie Brägger, Projektleiterin vom Kulturprozent Migros Ostschweiz. (Bild: Rudolf Hirtl)

RORSCHACH. «Es sind die Menschen aus dem Quartier selbst, die die Räume im Treff mit Leben erfüllen und sich selbstlos dafür engagieren. Diese starke Partizipation der Leute, die ohne Anschub der Leitung wunderbar funktioniert, hat die Jury von diesem Projekt überzeugt», sagt Natalie Brägger, Projektleiterin Kulturprozent Migros Ostschweiz, anlässlich der Preisverleihung in Rorschach.

Aus projet urbain gewachsen

Als Belohnung und Unterstützung erhält der Quartiertreff vom Migros-Kulturprozent 5000 Franken. Insgesamt werden 20 000 Franken unter den Gewinnern aufgeteilt. Neben dem Quartiertreff Rorschach sind dies Sackgeldjobs der Jugendinfo Winterthur, Quartiercafé Unter der Linde in St. Gallen, Zukunftswerkstatt und Repair Cafés der Symbiose Gemeinschaft Liechtenstein und Jugendliche helfen Senioren von Pro Senectute Schaffhausen. Die Ausführungen von Quartiertreff-Leiterin Anna Dietsche ernten von den anwesenden Vertretern der ausgezeichneten Projekte anerkennenden Applaus. Aus dem projet urbain Rorschach gewachsen, besteht der Quartiertreff an der Löwenstrasse seit August 2012. Offen ist er nicht nur für Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers, sondern auch für alle weiteren Interessierten.

Kitt für die Gesellschaft

Der von der Stadt Rorschach getragene Treff wird von einer Betriebsgruppe und Personen aus dem Quartier mit vielfältigen Aktivitäten belebt. Die generationenübergreifende Zusammenarbeit von Seniorinnen und Senioren, Familien, Jugendlichen und Kindern geschieht hier laut Anna Dietsche tagtäglich. Auch die Treffleiterin betont, dass das Projekt von der Eigeninitiative der Bewohner lebt. Spielerische, kulturelle und kulinarische Projekte fänden stets nationen- und generationenübergreifend statt. Kontakte zwischen Generationen unterstützten das Verständnis füreinander und würden helfen, Vorurteile und Hemmschwellen abzubauen. Sie stärkten den Kitt der Gesellschaft und erhöhten auch die Lebensqualität aller. ? OSTSCHWEIZ 16