Migros hat am meisten im Rheintal gelitten

RHEINTAL. Die Migros hat im vergangenen Jahr «vor allem im Rheintal gelitten». Das sagt Peter Diethelm, Leiter Migros Ostschweiz, im Interview in der «Wirtschaft regional».

Gert Bruderer
Drucken
Teilen
Vorne Migros, hinten Vorarlberger Berge. Der Grenzübergang liegt um die Ecke. (Bild: Gert Bruderer)

Vorne Migros, hinten Vorarlberger Berge. Der Grenzübergang liegt um die Ecke. (Bild: Gert Bruderer)

RHEINTAL. Die Migros hat im vergangenen Jahr «vor allem im Rheintal gelitten». Das sagt Peter Diethelm, Leiter Migros Ostschweiz, im Interview in der «Wirtschaft regional». Anders als im Jahr 2011, als die Migros an der deutschen Grenze grössere Einbussen erlebt hatte, war im letzten Jahr vor allem das Rheintal stark betroffen. Das gehe aber nicht nur der Migros so, sagt Diethelm. Marktforschungsdaten zeigten, dass der ganze Markt betroffen sei. Natürlich habe dies auch mit der Wirtschaft und der Industrie zu tun. «Wenn Arbeitsplätze verloren gehen, dann spüren wir das auch. Und da war das Rheintal etwas stärker betroffen.»

Die Zahl der letztes Jahr bedienten Kunden sei zwar gleich geblieben. Jedoch habe der Umsatz von Migros Ostschweiz um 1,6 Prozent abgenommen, was «nicht dramatisch» sei. Allerdings war der Umsatzrückgang in Grenznähe «klar höher als in den übrigen Filialen». Die Einbusse liege zum Teil sogar über 5 Prozent – «leider», sagt Peter Diethelm. Trotzdem ist die Migros-Botschaft für die Zukunft im Sinne der Kundschaft. Denn obwohl die Ostschweiz die höchste Dichte an Discountern hat, plant die Migros neue Supermärkte.

Diethelm sagt im Interview, die Migros Ostschweiz habe die Absicht, in ihrem Wirtschaftsgebiet bis 2020 insgesamt etwa 40 neue Supermärkte einzurichten. Anders als vor zwanzig Jahren wolle «man heute nicht mehr allzu weit weg. Je näher, desto besser.» Die Migros wolle diesem Trend entsprechen.