Metamorphose im Kulturbüro

Der Ostschweizer Illustrator Caspar Klein hat das Schaufenster und die Theke des Kulturbüros gestaltet. Mit seinen Raupen und Schmetterlingen will er deren geheimnisvolle Verwandlungsphase zeigen.

Kathrin Reimann
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Könnten so auch im Museum stehen: Caspar Kleins Illustrationen. (Bild: pd)

Könnten so auch im Museum stehen: Caspar Kleins Illustrationen. (Bild: pd)

Schmetterlinge sind erstaunliche Tiere, ihre Metamorphosen ein Wunder der Natur. Nur, zu sehen bekommt man es praktisch nie, wie sich Raupen verpuppen, um später als farbenprächtige Falter zu schlüpfen.

Ein Konzept für das Museum

Im Kulturbüro am Blumenbergplatz gewinnt man derzeit einen Eindruck davon, wie ein solches Naturereignis vonstatten geht. Caspar Kleins Illustrationen «Metamorphose vom Ei zum Schmetterling» zeigen Phasen des Vorgangs und sind bis Anfang Mai im Schaufenster und an der Theke zu sehen. Der 29jährige Klein, der in der Region aufwuchs und heute «des Jobs und der Liebe wegen» in Olten lebt, hat Dekorationsgestalter gelernt. Mit der ausgestellten Arbeit hat er seine zweite Ausbildung als wissenschaftlicher Zeichner an der Hochschule Luzern abgeschlossen. «Ziel war es, ein Museumskonzept zu erarbeiten, welches bekannte Darstellungsformen mit neuen vereint», sagt Klein. Er wählte das Thema Metamorphose, da es in Schweizer Naturmuseen kaum illustriert sei. «Ausserdem stiess ich bei einem Zivilschutzeinsatz in einer Naturschutzzone auf fünf Schwalbenschwanzraupen, die aus dem frisch gemähten Gras krabbelten.» Mit den Beobachtungen, die er an seinen Fundstücken machte, gelang es ihm, seine Arbeit zu optimieren.

Metamorphose auf dem Balkon

Am wichtigsten war es ihm dabei, das Puppenstadium zu zeigen. «Da dieser geheimnisvolle Teil der Verwandlung für uns normalerweise unsichtbar bleibt.» Dabei war es aber nie sein Ziel, die Metamorphose fotorealistisch darzustellen, sondern eine neue, gestalterische Sprache zu finden.

Die realistische Darstellung geniesst Caspar Klein derweil bald bei sich in Olten. «Die Schwalbenschwanzraupen, die ich gefunden habe, überwintern auf meinem Balkon. Sobald es wärmer wird, schlüpfen sie.»

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