Metall ist geduldig

GOLDACH. Nur wenige Meter vom Technopark Blumenegg, gleich neben der Goldach, liegt das Atelier von Peter Baumgartner. Auf dem Kiesplatz davor stehen ungebrauchte Tonnen und Blöcke aus Eisen neben fertigen Figuren. «Figürli» und Statuen, aber keineswegs statisch.

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Metall wird lebendig: Peter Baumgartner am Technologiepark Goldach. (Bilder: Jan Hoefliger)

Metall wird lebendig: Peter Baumgartner am Technologiepark Goldach. (Bilder: Jan Hoefliger)

GOLDACH. Nur wenige Meter vom Technopark Blumenegg, gleich neben der Goldach, liegt das Atelier von Peter Baumgartner. Auf dem Kiesplatz davor stehen ungebrauchte Tonnen und Blöcke aus Eisen neben fertigen Figuren. «Figürli» und Statuen, aber keineswegs statisch. Mit viel Bewegung verwerfen sie Arme und Beine und befreien sich vom starren Eisen in die dritte Dimension. Sie stehen selbstbewusst da und schauen auf den Bodensee, wie es der «Rhimaa» bei der Flussmündung in Altenrhein tut. Oder zwei von ihnen lehnen zärtlich aneinander. Seine «Figürli» gruppieren sich um Feuerschalen, spielen Es-Horn oder entspringen aus einem mehrere Meter hohen Glace-Cornet. Seinen Motiven ist Baumgartner treu geblieben: Ihn fasziniert der Körper, Arme und Beine und vor allem Hände und Füsse. Sogar Grill- und Zuckerzangen mit Patschhänden liegen auf dem Werktisch neben Metallspänen, Bunsenbrenner und Bleistift bereit für den Mittagstisch. Für Baumgartner ist Metall die natürlichste Sache der Welt. «Am Metall zieht die Zeit nicht spurlos vorüber», sagt Baumgartner. «Es färbt rostfarben, wie sich auch Steine rötlich verfärben.» Metall sei geduldig, lasse sich beliebig formen und zurechtbiegen. Auch für das Forum Fünfstern verräumt Baumgartner seine Werkzeuge nicht; Schneidbrenner und Zange liegen bereit, um den Besuchern die Arbeit an einer neuen Kreation zu demonstrieren.

Am Technologiepark Blumenegg