Messerstecher aus Ägypten verurteilt

ST.GALLEN. Das St.Galler Kantonsgericht hat das Urteil gegen einen 40-jährigen Ägypter bestätigt, der einen andern Mann mit einem Messerstich in den Hals lebensgefährlich verletzt hat. Der Ägypter wurde zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt.

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Laut einem Gutachten leidet der Verurteilte an Wahnvorstellungen und Schizophrenie. Deshalb ordnete das Kantonsgericht für ihn eine ambulante Therapie an, wie es am Donnerstag bekanntgab. Das Kreisgericht Rheintal hatte den 40-jährigen Asylbewerber im vergangenen Februar wegen versuchter vorsätzlicher Tötung verurteilt. Dagegen erhob der Ägypter Berufung. Vor Kantonsgericht bestritt er die Tat, obwohl er diese früher einmal zugegeben hatte.

Er habe mit dem Opfer, einem Syrer, mit dem er zusammen in einer Wohnung untergebracht war, oft Streit gehabt, sagte er. Der Mann habe sich selber verletzt, um von der Schweiz Papiere zu erhalten und um ihn ins Gefängnis zu bringen. Laut Anklage soll der Ägypter den Syrer, als dieser schlief, mit einem Messer in den Hals gestochen haben. Der Mann habe nur mit Glück überlebt, erklärte der Staatsanwalt. Nach der Tat soll der Ägypter durch ein Fenster geflüchtet sein. Später wurde er in Chiasso verhaftet. (sda)