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MESSERATTACKE IM LINSEBÜHL: "Drogenhändler versuchen sich im Linsebühl auszubreiten"

Die Beteiligten des Messerangriffs im Linsebühl sind laut Polizei der örtlichen Drogenszene zuzurechnen. In den vergangenen sechs Monaten sei das Drogenmilieu im Quartier wieder gewachsen, sagt Jürg Niggli, Geschäftsleiter der Stiftung Suchthilfe.
Jürg Niggli von der St.Galler Stiftung Suchthilfe. (Bild: Urs Bucher)

Jürg Niggli von der St.Galler Stiftung Suchthilfe. (Bild: Urs Bucher)

Was wissen Sie vom Vorfall im Linsebühl vom Mittwochabend?
Ich habe nur davon gehört. Details kenne ich nicht. Insbesondere auch das Motiv zur Tat.

Hat es Sie überrascht, dass so etwas in diesem Quartier passiert?
Leider kann es durchaus auch das Linsebühl treffen.

Es ist also typisch für das Quartier?
Wenn Sie von der Gewalttat sprechen, muss ich widersprechen. Das ist nicht typisch für das Linsebühl. Die letzten Gewalttaten in der Stadt St.Gallen haben beispielsweise in der Marktgasse und Webergasse stattgefunden. Es ist die erste Gewalttat seit langem im Quartier

Bild: FM1Today/Raphael Rohner
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Bild: FM1Today/Raphael Rohner
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5 Bilder

Messerattacke in St.Gallen



Dennoch hört man immer wieder, dass sich die Drogenszene im Quartier ausbreitet.
Das stimmt. Die Drogenhändler versuchen sich vermehrt, im Quartier einzunisten.

Ist das eine neuere Erscheinung?
Die Stadtpolizei und die Stiftung Suchthilfe St.Gallen beobachten die Ausbreitung des Drogenmilieus im Linsebühl seit rund sechs Monaten. Die Stadtpolizei St.Gallen versucht sehr aktiv den Drogenhandel zu verhindern. Und auch wir als Stiftung Suchthilfe St.Gallen arbeiten dagegen an.

Jürg Niggli von der St.Galler Stiftung Suchthilfe. (Bild: Urs Bucher)

Jürg Niggli von der St.Galler Stiftung Suchthilfe. (Bild: Urs Bucher)

Das Linsebühl war doch schon immer der Sündenpfuhl der Stadt.
Wenn Sie von ganz früher sprechen, kann ich Ihnen recht geben. Das Quartier hat aber einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen. Es herrschen stabile Verhältnisse, viele Wohnungen und Häuser wurden renoviert. Wenn man von Sündenpfuhl spricht, denkt man schon lange nicht mehr ans Linsebühl-Quartier. (tn)

Bild: FM1Today/Raphael Rohner

Bild: FM1Today/Raphael Rohner

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