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MESSEPLATZ: Nur 17 Tage im Jahr genutzt: Platzverschwendung in den Olma-Degustationshallen?

Die Stände in den Degustationshallen auf dem Olma-Areal bleiben das ganze Jahr über stehen. Genutzt werden sie nur an etwas mehr als zwei Wochen im Jahr für Olma und Offa. Von einer Verschwendung von wertvollem Platz wollen die Olma-Messen trotzdem nichts wissen.
Elisabeth Reisp
Die meisten Standbetreiber in den Olma-Degustationshallen 4 und 5 lassen ihre Einrichtungen das ganze Jahr über dort stehen. (Bild: Urs Bucher - 27. April 2018)

Die meisten Standbetreiber in den Olma-Degustationshallen 4 und 5 lassen ihre Einrichtungen das ganze Jahr über dort stehen. (Bild: Urs Bucher - 27. April 2018)

Nach der Offa ist vor der Olma. Und umgekehrt. Kaum ist eine der beiden grössten St.Galler Publikumsmessen vorbei, schleicht sich die Vorfreude auf die nächste ein. Nicht zuletzt wegen vieler ausgelassener und gemütlicher Stunden in den Degustationshallen. Diese für St.Galler heiligen Hallen sind für viele das Zentrum der Publikumsmessen. Und dort ist auch das ganze Jahr über Olma-, respektive Offa-Geist zu spüren. Denn diese Hallen werden zwischen Olma und Offa nicht geräumt. Die Stände von Schützengarten, Appenzeller, Möhl und vielen mehr bleiben übers ganze Jahr stehen. Die Hallen 4 und 5 werden so lediglich an 17 Tagen im Jahr genutzt.

Für die Degustationen umgebaut

Nicolo Paganini, Direktor der Olma-Messen, bestätigt auf Anfrage, dass die Hallen 4 und 5 ausschliesslich für die Degustationsstände an Olma und Offa reserviert sind, und zwar das ganze Jahr über. "Die meisten Stände bleiben tatsächlich das ganze Jahr über stehen."
Eine Verschwendung von Platz sei dies allerdings nicht, sagt Paganini. Bei den Hallen 4 und 5 handle es sich um "grobe und keine schicken Repräsentationshallen. Darin kann man keine Generalversammlung der Kantonalbank oder einen edlen Gastro-Event abhalten."

Auch seien die Hallen beim Umbau auf eine gemütliche, bodenständige Atmosphäre für Degustationen hin getrimmt worden. "Dafür hat man nach dem Brand der Halle 7 vor 17 Jahren einen Millionenbetrag investiert." Ein abgesenktes Deckenraster wurde installiert und ein widerstandsfähiger Asphaltboden eingezogen, dem auch eine intensive Olma- und Offa-Woche nichts anhaben kann. Für einen anderen Zweck seien die Hallen daher nur bedingt geeignet, sagt Paganini.

Also bleiben die Degustationsstände der meisten Anbieter das ganze Jahr über stehen. Genutzt wird die Halle in der Zwischenzeit nicht. Alles bleibt zwischen den beiden grössten Publikumsmessen jeweils für rund ein halbes Jahr im Dunkeln und Stillen. Einzig die Moststube wird auch zwischen den beiden Messen für Veranstaltungen vermietet. Dies sei bereits in der alten Halle 7 so gehandhabt worden.

Lagermiete: 65 Franken pro Quadratmeter

Paganini spricht von einer Win-Win-Situation. Bei jedem Auf- und Rückbau würden die Stände etwas mehr abgenützt und Schaden nehmen. Zudem müssten die Standbetreiber mit dieser Lösung das Material nicht irgendwo zwischenlagern. Viele der Stände seien speziell für die Hallen 4 und 5 konstruiert worden. Sie könnten gar nicht anderweitig verwendet werden.

Für Lagermiete in der Degustationshalle zahlen die Mieter 65 Franken für den Quadratmeter. Die Miete gilt bis zur nächsten Messe. Also von Olma zu Offa, von Offa zur Olma. Nur vereinzelte Betreiber bauen ihre Stände in der Zwischenzeit ab. Die Hallen 4 und 5 anderweitig zu nutzen, sei wenig sinnvoll. Alternativen gebe es kaum.

Wenn die Hallen allerdings für eine andere Messe oder einen Gross-Event vermietet werden könnten, hätten die Olma-Messen gemäss Paganini auch das Recht, die Degustationshallen räumen zu lassen. «Natürlich mit der entsprechenden Vorlaufzeit», sagt Paganini. Während der Zeit, in der beispielsweise die Halle 1 abgebrochen werde, könne man die Hallen 4 und 5 bei Notfällen für andere Veranstaltungen nutzen, sagt Paganini.

Olma-Hallen zu klein für viele Gross-Events

Die Olma-Messen planen, auf der Überdeckung der Stadtautobahn eine riesige neue Halle zu erstellen. Dies, um konkurrenzfähig zu bleiben und in Zukunft das Marktpotenzial besser zu nutzen. Dass in der Zwischenzeit zwei Hallen beinahe das ganze Jahr ungenutzt bleiben, ist gemäss Paganini kein Widerspruch.

"Die Hallen 1, 4 und 5 entsprechen nicht mehr den Bedürfnissen für Messen und Grossveranstaltungen." Sei es aufgrund der Grösse oder wegen der Stützpfeiler, welche die Nutzung gerade der Halle 1 stark einschränken. "Während die Halle 1 deswegen abgebrochen werden soll, funktionieren die Hallen 4 und 5 für den Degustationsbetrieb aber weiterhin bestens."

Ein Rundgang dort,... (Bild: Urs Bucher - 27. April 2018)

Ein Rundgang dort,... (Bild: Urs Bucher - 27. April 2018)

...wo sich während Olma und Offa die Massen drängen. (Bild: Urs Bucher - 27. April 2018)

...wo sich während Olma und Offa die Massen drängen. (Bild: Urs Bucher - 27. April 2018)

Anstossen in einer der Degustationshallen zur Eröffnung der Offa 2016. (Bild: Andrea Stalder - 12. April 2016)

Anstossen in einer der Degustationshallen zur Eröffnung der Offa 2016. (Bild: Andrea Stalder - 12. April 2016)

Ein Bild für alle Nostalgiker: Gedränge während der Olma in der legendären und berüchtigten Halle 7. Sie brannte in der Nacht auf den 23. Oktober 2000 bis auf die Grundmauern nieder. Die Halle 7 war 1953 als Provisorium gebaut worden. Sie war im Volksmund auch als "Fress- und Saufhalle" bekannt. (Bild: Michel Canonica - 16. Oktober 1997)

Ein Bild für alle Nostalgiker: Gedränge während der Olma in der legendären und berüchtigten Halle 7. Sie brannte in der Nacht auf den 23. Oktober 2000 bis auf die Grundmauern nieder. Die Halle 7 war 1953 als Provisorium gebaut worden. Sie war im Volksmund auch als "Fress- und Saufhalle" bekannt. (Bild: Michel Canonica - 16. Oktober 1997)

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