Melodia bleibt nichts schuldig

Blasmusikunterhaltung auf hohem Niveau: Die Jugendmusik Young Winds und die Melodia Goldach setzen mit ihrer unterhaltsam und fulminant vorgetragenen Show «Blue Sounds» Massstäbe, die in der Region ihresgleichen suchen.

Rudolf Käser
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Sänger Thomas Straumann als Tina Turner und die Melodia Goldach unter der Leitung von Projektdirigent Andreas Koller ernteten für ihre Darbietungen Standing Ovations. (Bild: Rudolf Käser)

Sänger Thomas Straumann als Tina Turner und die Melodia Goldach unter der Leitung von Projektdirigent Andreas Koller ernteten für ihre Darbietungen Standing Ovations. (Bild: Rudolf Käser)

GOLDACH. Rund 800 Besucherinnen und Besucher erlebten am Freitag und Samstag in der Wartegghalle Unterhaltungsshows allererster Güte. Die Young Winds unter der Leitung von Andrea Schöb und die Melodia Goldach mit Projektdirigent Andreas Koller bestätigten ihre Reputation vollumfänglich.

Junge zündeten den Funken

Die Melodia scheute wie immer keinen Aufwand, um den Besuchern eine stilvolle und spektakuläre Unterhaltung zu bieten. «Ob da die Rechnung aufgeht?», fragte sich ein Besucher. «Sie wird aufgehen», versicherte eine der Präsidentinnen, Eveline Graf. Die andere Präsidentin Simone Honegger sagte auf die Frage, weshalb nicht alle Plätze belegt waren: «Es ist schwierig, unser Konzept der Unterhaltung an die Leute rüberzubringen.»

Die Abwesenden verpassten eine tolle Unterhaltungsshow, die ein Feuerwerk an Pop, Filmmusik, Rock, Swing und anderen Melodien bot. Den Funken für die beiden Unterhaltungsabende, die in Standing Ovations endeten und bei denen die Zuschauer Zugaben forderten, zündete der Nachwuchs. Andrea Schöb führte die Young Winds zu geschlossener Unterhaltungsmusik, die nur schwer zu überbieten ist. Der hoffnungsvolle Nachwuchs hat seinen Schweizer-Meister-Titel in der Unterhaltungsmusik auch am Wochenende vollauf bestätigt. Die Melodia Goldach und auch die Trägervereine der Young Winds dürfen sich auf spielstarke Nachwuchskräfte freuen.

Straumann fast ein Goldacher

Kein Nachwuchstalent, sondern eine bestandene Grösse als Sänger ist Thomas Straumann. Er ist beinahe ein Goldacher, den die Goldacher lieben und der Goldach mag. Seine Vielseitigkeit an gesanglichen Interpretationen liess auch dieses Jahr immer wieder erstaunen. Zweifellos der Höhepunkt seiner zahlreichen Auftritte war das Soulstück, in welchem er «Tina» verkörperte. Die Soul-Diva Tina Turner hätte wohl an der ausdrucksstarken Stimme ihre helle Freude gehabt. Helle Freude hatten die Zuschauer auch immer wieder an der Melodia. Einzel- und Register-Solis wurden in beinahe perfekter Intonation wiedergegeben. Es wäre ungerecht, einzelne Soloauftritte besonders hervorzuheben, denn alle überzeugten in der Wartegghalle restlos.

Show-Blut in den Adern

Die Melodia vermochte aber nicht nur spielerisches Potenzial auf der Bühne umzusetzen. Die aufgestellte Truppe scheint Show-Blut in ihren Adern zu haben. Und immer wieder wurden sie von Projektleiter Andreas Koller angetrieben. Der Herisauer Leiter der dortigen Musikschule hat Daniel Zeiter würdig vertreten. Zeiter weilt noch bis Ende März für einen Studienaufenthalt in Paris und wird die Melodia ab April wieder leiten. Andreas Koller verabschiedete sich mit den Worten: «Danke, <Melodianer> – fast jede Probe hat Spass gemacht.»

Daniel Zeiter wird die Melodia Goldach zweifellos auch im nächsten Jahr wieder zu einer wunderbaren Unterhaltungsshow führen. Denn auch ihm liegt die Unterhaltungsmusik und das Showelement sozusagen im Blut. Es bleibt nur zu hoffen, dass bei den Unterhaltungen 2013 alle Plätze belegt sein werden. Verdienen werden es die «Melodianer» sicher auch dann.

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