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MEISTERSCHAFTSSTART: Von Umbrüchen und Fusionen

In der 2. Liga steht am Wochenende die erste Runde an. Es ist die erste Standortbestimmung für die Fussballclubs aus der Region, die im Sommer vor unterschiedliche Herausforderungen gestellt wurden.
Pascal Koster/Ives Bruggmann
Die erste Cuprunde haben Lars Ivanusa (links) und der FC Rorschach-Goldach heil überstanden. (Bild: Ralph Ribi)

Die erste Cuprunde haben Lars Ivanusa (links) und der FC Rorschach-Goldach heil überstanden. (Bild: Ralph Ribi)

Pascal Koster/Ives Bruggmann

sport@tagblatt.ch

«Endlich geht es wieder um Punkte», werden sich die Spieler nach Wochen der Vorbereitung wohl denken. In der Gruppe 2 der regionalen 2. Liga rollt der Ball ab morgen wieder. Die Ausgangs­lagen für die drei Mannschaften aus der Region könnten unterschiedlicher nicht sein. Während der FC Rorschach-Goldach die erste Saison als Fusionsclub bestreitet, befindet sich Steinach in einem grossen Umbruch. Einen solchen wiederum hat Abtwil-Engelburg bereits hinter sich und nimmt neue Ziele ins Visier.

Doch so unterschiedlich die Herausforderungen sind, im Vorfeld einer Saison wissen Trainer und Spieler meist nicht genau, wo sie stehen. Das ist die Brisanz, die dem Meisterschaftsstart innewohnt. Stimmt die Form? Passt der neue Spieler ins System? Wie stark ist der Gegner? All diese Fragen werden am Wochenende ein erstes Mal beantwortet.

FC Abtwil-Engelburg

Der Blick auf die Kaderliste des FC Abtwil-Engelburg zeigt, dass sich nicht viel geändert hat in der Sommerpause. Doch Trainer Marc Blumer ist ­anderer Meinung. «Wir haben ein qualitativ stärkeres Team als noch vergangene Saison», ist er sich sicher. Seine Behauptung wurde vergangenen Sonntag beim Cupspiel gegen St. Otmar eindrücklich unterstrichen. Der nie gefährdete 4:1-Auswärtserfolg gegen ein Team, das sich vergangene Saison in den vorderen Regionen der 3. Liga etabliert hatte, deutete das vorhandene Potenzial mehr als nur an. Gerade wenn man bedenkt, dass Blumers Mannschaft einen Altersdurchschnitt von lediglich 21 Jahren aufweist. «Das Alter spielt eigentlich keine Rolle, sondern vielmehr die Qualität», so Blumer. Über sein junges Team sagt er lobend: «Es ist willig, bissig und extrem lernfähig.»

Starke Vorbereitung verbreitet Optimismus

Das Lob des Trainers kommt nicht von ungefähr. Der FC Abtwil-Engelburg konnte fünf seiner sechs Vorbereitungsspiele für sich entscheiden und wie der Erfolg in der ersten Cuprunde zeigt, ist das Team auch für die Ernstkämpfe gewappnet.

Trotz der erfreulichen Re­sultate bleibt Blumer Realist. Er ­ordnet seine Mannschaft im gesicherten Mittelfeld ein, macht aber auch deutlich, mit welchen Platzierungen er gar nicht zufrieden wäre: «Wir wollen uns nicht mehr im hinteren Drittel aufhalten.» Betrachtet man die vergangene Rückrunde – Abtwil-Engelburg holte 17 Punkte aus elf Partien – könnten die St. Galler diese Saison womöglich gar zum Überraschungsteam avancieren.

Redaktionstipp: 7. Platz

FC Rorschach-Goldach

Sowohl den FC Rorschach als auch den FC Goldach gibt es nicht mehr. Dafür tritt in der 2. Liga erstmals der neugegründete FC Rorschach-Goldach an. Trainer der ersten Mannschaft des Vereins ist passenderweise der in Goldach wohnende ehemalige Rorschach-Trainer David Gonzalez. «Für mich ist es eine grosse Ehre, dass ich der Trainer dieser Mannschaft sein darf.» Auch wenn ein Grossteil des Teams aus der ehemaligen ­Rorschacher Equipe stammt, so stiessen dennoch einige Spieler aus Goldach dazu. Das war auch die Herausforderung für den Trainer in der Vorbereitung. «Mein Ziel ist es immer, eine Mannschaft zu formen, die am gleichen Strick zieht», sagt Gonzalez. Denn nur als Einheit könne man bestehen. Vor dem Meisterschaftsstart zeigt er sich optimistisch: «Mit der Vorbereitung bin ich sehr zufrieden. Ich hatte immer um die 16 Spieler im Training, was beachtlich ist.»

Respekt ja, Angst nein

Gonzalez will mit seiner Mannschaft das obere Tabellendrittel anvisieren. Ohne eine Rangierung zu nennen, sagt er: «Mein Ziel ist es in jedem Spiel, zu gewinnen.» Den Gegnern will Rorschach-Goldach zwar Respekt entgegenbringen. «Zu fürchten brauchen wir aber niemanden in dieser Liga.»

Im ersten Spiel wartet eine besondere Herausforderung. In Steinach bestreitet Gonzalez’ Team gleich ein Derby. «Steinach verfügt über eine starke Mannschaft.» Das Ziel sei aber dennoch der Sieg. «Wir wollen den Schwung aus dem gewonnenen Cupspiel mitnehmen», sagt der Rorschacher Trainer. Und fügt selbstbewusst hinzu: «Meine Spieler sind bereit.»

Redaktionstipp: 4. Platz

FC Steinach

Fünf Leistungsträger haben die Mannschaft von Mathias Drdla verlassen. Und weil der FC Steinach seinen Spielern kein Geld bezahlt, hat der Trainer die Equipe mit eigenen Junioren ergänzt. Deswegen ist Drdla ein wenig überrascht, wie gut die Vorbereitung gelaufen ist.

Es herrscht ein frischer Wind. Einerseits durch die jungen Spieler, die teilweise direkt von den B-Junioren in die 2. Liga aufrückten, andererseits durch den neuen Assistenztrainer Christian Tapfer. «Als Aussenstehender bringt er neue Impulse», sagt Drdla, der sich nach vielen Jahren als Cheftrainer auch selbst hinterfragte. Auch einige Spieler scheinen sich in einem anderen Licht zu präsentieren. «Ich habe das Gefühl, dass viele Spieler aus dem Schatten herausgetreten sind», sagt Drdla in Bezug auf die neue Situation nach den gewichtigen Abgängen. Bereits jetzt hätten sich einige Junge positiv entwickelt. Jedoch weiss der Steinacher Übungsleiter auch, was seine unerfahrene Equipe in der 2. Liga erwartet. «Wir sind uns bewusst, dass es Rückschläge geben wird.» Aber dies sei der Weg, den alle im Verein mittragen. «So schnell als möglich den Liga­erhalt sichern», lautet denn auch das Saisonziel Drdlas.

Saisonstart motiviert mehr als das Derby

Dass es im ersten Spiel zur Begegnung mit dem Nachbarverein Rorschach-Goldach kommt, löst bei Drdla für keine speziellen Emotionen aus. «Es ist wohl eher der Saisonstart, der alle Beteiligten motiviert.» Danach wisse auch er, wo seine Mannschaft steht. Eines scheint sicher: Sowohl der Trainer als auch der Verein werden sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen.

Redaktionstipp: 9. Platz

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