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Mehr Verletzte wegen E-Bike

Die Zahl der Verkehrsunfälle hat in der Stadt St. Gallen 2017 leicht abgenommen. Dafür haben sich deutlich mehr Personen verletzt. Das liegt unter anderem an den E-Bike-Fahrern.
Christoph Renn
Am häufigsten krachte es 2017 auf den Strassen rund um den Kybunpark. (Bild: Hanspeter Schiess und Benjamin Manser (23. November 2016))

Am häufigsten krachte es 2017 auf den Strassen rund um den Kybunpark. (Bild: Hanspeter Schiess und Benjamin Manser (23. November 2016))

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch

St. Gallen wird in der aktuellen Diskussion zur Mobilitäts-Initiative oft als Autostadt bezeichnet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass deshalb mehr Unfälle als in anderen vergleichbaren Städten passieren. Das zeigen die neuesten Zahlen der Unfallstatistik 2017 der Stadtpolizei. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Unfälle sogar leicht abgenommen – von 489 auf 482. «Somit bewegen wir uns auf einem stabilen, guten Niveau», sagt Philipp Sennhauser, Leiter Bereich Sicherheit bei der Stadtpolizei. Sofern man bei Unfällen von einer guten Situation sprechen könne. «Aber auf Null werden wir die Zahl niemals bringen.» Die wichtigste Statistik weist hingegen wieder eine Null auf: Auch 2017 ist wie 2016 auf den St. Galler Strassen niemand gestorben (siehe Grafik).

Weniger erfreulich ist eine andere Veränderung im Vergleich zum Vorjahr. So hat sich die Zahl der verletzten Personen um 24 auf insgesamt 174 erhöht. Über die Gründe kann Sennhauser nur spekulieren. «Manchmal sind es unglückliche Zufälle. Manchmal führt das Wetter, wie der kürzliche Wintereinbruch, zu einem Anstieg.» Ein Grund sei zudem, dass immer mehr Personen mit einem E-Bike unterwegs seien. «Und bei einem Unfall mit dem Velo ist die Chance nun mal grösser, dass er mit Verletzungen endet», sagt Sennhauser.

Handys am Steuer sind gefährlich

Weiter zeigt die Statistik, wieso es am häufigsten zu Unfällen kommt. Wie in den Vorjahren zählten auch im Jahr 2017 das Missachten der Vortrittsregeln, mangelnde Aufmerksamkeit, überhöhtes Tempo und Fahren in nicht fahrfähigem Zustand zu den häufigsten Unfallursachen. Missachten der Vortrittsregeln und mangelnde Aufmerksamkeit haben im Vergleich zu den Vorjahren klar zugenommen, die beiden anderen sind gleich geblieben.

«Ein grosses Problem ist das Handy», sagt Sennhauser. Denn das Bedienen während des Fahrens sei gleich doppelt gefährlich. «Einerseits hat man nur noch eine Hand frei und andererseits ist man gedanklich nicht mehr bei der Sache.» So würde die Polizei in diesem Jahr vermehrt Autofahrer am Handy kontrollieren. «Solche Kontrollen sind jedoch schwierig durchzuführen.»

Sicherheit durch Kontrollen erhöhen

Weiter will die Polizei die Sicherheit auf den St. Galler Strassen in diesem Jahr mit Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen erhöhen. Vor allem rund um den Kybunpark werde sie stärker präsent sein. «An diesem Verkehrsknoten sind die meisten Unfälle passiert», sagt Sennhauser. Deshalb prüfe die Stadtpolizei zusammen mit dem städtischen Tiefbauamt, ob sogar Anpassungen an der jetzigen Strassenführung nötig werden.

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