Mehr Rock – auch aus der Region

Aus den «Blues Nights» werden die «Rock & Blues Nights Gossau». Am Konzept mit einem kostenlosen und einem eintrittspflichtigen Bereich hält das OK aber fest. Neben internationalen Grössen wird zudem auf regionale Bands gesetzt.

Angelina Donati
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Kommt beim Publikum besonders gut an: Das Electric Light Orchestra by Phil Bates aus England tritt erneut an den «Rock & Blues Nights» in Gossau auf. (Bild: pd)

Kommt beim Publikum besonders gut an: Das Electric Light Orchestra by Phil Bates aus England tritt erneut an den «Rock & Blues Nights» in Gossau auf. (Bild: pd)

GOSSAU. In einer Postfiliale in Lausanne sind mehr Tickets für die «Blues Nights Gossau» verkauft worden als in Gossau selbst. Das erklärten Harry Ritz und Ralf Huber vom Organisationskomitee gestern mit einem Schmunzeln an einer Medienkonferenz. Obwohl es begrüssenswert sei, wenn der Anlass Publikum von weither anzieht, so sei es doch ein grosses Anliegen, in erster Linie den Gossauern etwas bieten zu können.

Mehr Bands aus der Region

Gelingen soll dies einerseits mit der Namensänderung in «Rock & Blues Nights Gossau». Bei der Bezeichnung «Blues» haben sich möglicherweise jüngere potenzielle Gäste nicht angesprochen gefühlt, mutmasst Ralf Huber. «Oft wird aber unterschätzt, was für ein grosser Teil der Musik zum Blues und nicht zum Rock gehört», sagt Harry Ritz. Blues wird somit auch am diesjährigen Festival vom 3. und 4. Juli nicht ganz verdrängt.

Andererseits setzt das OK neu auf regionale Bands. So werden etwa beim Stadtfestbereich, der kostenlos ist, die Tigers aus Gossau, Trade Mark aus Andwil und die Tears for Bears auftreten. «Gesetzt sind derzeit sieben Bands», sagt Ralf Huber, «weitere kommen noch dazu.» Ziel ist es, mit mehr Auftritten diesen Bereich des zweitägigen Festivals zu stärken. Und damit einen Treffpunkt für die Gossauer zu schaffen. Dieses Interesse bekundete an der Medienkonferenz auch Stadtpräsident Alex Brühwiler. Wie auch die St. Galler Kantonalbank als Hauptsponsorin, die mit René Güntensperger, Leiter Sponsoring und Events, Kurt Kamber, Niederlassungsleiter der Filiale von Gossau, und Privatkundenberater Hanspeter Manser vertreten war.

Eintrittspreis deutlich gesenkt

Vergangenes Jahr präsentierte das OK erstmals ein neues Konzept mit einem kostenlosen und einem eintrittspflichtigen Bereich. «Mit den Besucherzahlen waren wir beim Festivalbereich nicht ganz zufrieden», bekennt Ralf Huber. Vom Konzept überzeugt ist er dennoch. Mit «kleineren Änderungen» sollen aber auch beim kostenpflichtigen Bereich höhere Besucherzahlen generiert werden. Deutlich reduziert wird der Vorverkaufspreis für einen Tageseintritt. Neu kostet dieser 28 Franken, im Vorjahr 48. So sollen die beiden Tage auch für spontane Besucher attraktiv werden. An der Qualität der Musik, die geboten wird, muss trotzdem nicht eingespart werden, wie es von Seiten des Organisationskomitees heisst.

Weltstars rocken in Gossau

Unter dem Titel Rock Classic Allstars stehen mit Steve Whalley, Jeff Brown und Greg Banis bekannte Leadsänger auf der Bühne der Bundwiese. «Die Musiker sind weltweit auf Tournée und machen hier in Gossau halt», zeigt sich Harry Ritz begeistert. Und Ralf Huber ergänzt: «Rund drei Stunden wird die Show dauern, bei welcher bekannte Stücke aus drei Jahrzehnten gespielt werden.»

Auch am Samstag soll für Blues- und eben Rockfans viel geboten werden. Erneut tritt das Electric Light Orchestra by Phil Bates auf. Gefolgt von Queen Klassik by MerQury und dem Auftritt von Bad to the bone. Die Stimmung, so ist sich das OK sicher, war vergangenen Sommer trotz den eher weniger Besucher einmalig. Mit neuem Namen, tieferem Eintrittspreis und einer Plattform für regionale Bands sind die Veranstalter guten Mutes. Wiederum dürfe mit 15 000 bis 20 000 Besuchern gerechnet werden.

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