Mehr Platz für Velofahrer

Die Stadt Rorschach will den bestehenden Fuss- und Veloweg im Seepark zwischen Hafenplatz und Bellevue um rund zwei Meter verbreitern. Damit soll der Kiesweg aufgewertet werden. Die Pläne liegen ab heute öffentlich auf.

Linda Müntener
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Um mehr Platz zu schaffen, wird die Hecke entlang des Velowegs (rechts im Bild) weiter Richtung SBB-Gleis verschoben. (Bild: Rudolf Hirtl)

Um mehr Platz zu schaffen, wird die Hecke entlang des Velowegs (rechts im Bild) weiter Richtung SBB-Gleis verschoben. (Bild: Rudolf Hirtl)

RORSCHACH. Er ist einer der beliebtesten Velowege in der Region: Bis zu 1500 Velofahrerinnen und Velofahrer radeln an Spitzentagen im Sommer auf dem Bodenseeradweg. Diese dürfen sich freuen: Im Seepark Rorschach, auf dem Abschnitt zwischen dem Musikpavillon und dem Bellevue, will der Stadtrat den bestehenden Fuss- und Radweg um rund zwei Meter verbreitern.

Ein Veloweg durchs Stadtgebiet

Um mehr Platz zu schaffen, soll die Hecke auf der Seite des SBB-Gleises noch weiter Richtung Gleis versetzt werden. Ein Zaun wird die Hecke vom Gleis trennen. Dieses Ausbauprojekt ist ein Teil der Gesamtaufwertung des Bodenseeradwegs in Rorschach. «Ziel ist ein durchgehend attraktiver Radweg durch das gesamte Stadtgebiet von Rorschach», sagt Markus Fäh, Bereichsleiter Bau und Stadtentwicklung. Direkt neben dem Würth-Haus wertete der Kanton St. Gallen den Bodenseeradweg bereits auf und erstellte einen breiten asphaltierten Radweg. Noch fehlt aber das Teilstück vor dem Seerestaurant. Weil der Velo- und der Fussgängerweg dort ineinander übergehen, kommt es laut Markus Fäh oft zu Konflikten. «Die Situation ist ungünstig. Dieses Problem werden wir gemeinsam mit dem Kanton angehen», sagt er.

Velo- und Fussweg trennen

Um eine solche Situation im Seepark zu vermeiden, sieht das Ausbauprojekt des Velowegs vor, Velo- und Fussgängerweg klar voneinander zu trennen. So ist der Kiesweg zwischen Musikpavillon und Bellevue künftig als eigenständige Verkehrsflächen für den Fuss- und Veloverkehr organisiert. «Natürlich können wir nicht auf allen Abschnitten einen solch breiten Veloweg zur Verfügung stellen», sagt der Stadtentwickler. Dennoch werde versucht, den Velofahrern möglichst viel Platz einzuräumen, damit diese Fussgängern nicht in die Quere kommen – und umgekehrt.

Beiträge von Bund und Kanton

Im Budget 2015 der Stadt Rorschach ist für das Ausbauprojekt des Velowegs im Seepark ein Gesamtkredit von 360 000 Franken vorgesehen. Von Bund und Kanton sollen im Rahmen des Agglomerationsprogramms später 220 000 Franken zurückerstattet werden. Der Stadt Rorschach blieben also Kosten von 140 000 Franken. Das Plandossier liegt ab heute bis zum Donnerstag, 21. Mai, beim Bereich Bau und Stadtentwicklung an der Promenadenstrasse 74 öffentlich auf. Wenn während der 30tägigen Frist keine Einsprachen eingehen, fahren die Bagger im kommenden Herbst auf. «Wir wollen bewusst nicht im Sommer mit den Bauarbeiten beginnen, weil dann die meisten Velofahrer unterwegs sind», sagt Markus Fäh. Bis spätestens im Herbst sollen auch die Verhandlungen über die definitiven Subventionsbeiträge von Bund und Kanton abgeschlossen sein.