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Mehr Offenheit, mehr Kultur

Aus «Leschwu» wird «Mit_Ohne». Damit soll die Offenheit der Veranstaltungsreihe verdeutlicht werden. Nicht nur Schwule und Lesben, sondern auch Trans-, Bi- und Heterosexuelle sind willkommen. Am Samstag ist im Kugl Auftakt.
Jeanette Herzog
Organisatorin Katharina Marx (links) will vermehrt Künstler wie Nadine Wismer in ihre Veranstaltungsreihe integrieren. (Bild: Urs Bucher)

Organisatorin Katharina Marx (links) will vermehrt Künstler wie Nadine Wismer in ihre Veranstaltungsreihe integrieren. (Bild: Urs Bucher)

Junge Frauen liessen sich nicht mehr in die Schublade «lesbisch» stecken. Mit diesem Wort würde sich kaum mehr eine identifizieren. «Sie wollen sich nicht festlegen auf eine bestimmte sexuelle Ausrichtung», sagt Katharina Marx. Sie seien bi, «queer» oder eben einfach offen. Auch sie selber mag die Bezeichnung «lesbisch» nicht. «Ich bin eine homosexuelle Frau», sagt die 38jährige Sozialpädagogin selbstbewusst. Vor zehn Jahren hat sie die Veranstaltungsreihe «Leschwu» im Kugl initiiert. Diese sei damals in der Stadt St.Gallen die erste regelmässige Veranstaltung gewesen, welche die Türen für homosexuelle Männer und Frauen geöffnet habe, sagt Katharina Marx. Zuvor sei getrennt gefeiert worden.

Mit oder ohne Begleitung

«Leschwu» hat sich, wenn auch mit längeren Unterbrüchen, bis heute gehalten. Der Name, der sich aus den Wörtern «lesbisch» und «schwul» zusammensetzt, sei nun aber nicht mehr zeitgemäss. Auch das Konzept bedürfe einer Überarbeitung. Zuletzt seien die Veranstaltungen schlichte Parties gewesen. «Kommen, konsumieren und tanzen», sagt Katharina Marx. Nun will sie zurück zu den Wurzeln, zurück zum alten Credo. Und dies unter dem neuen Namen «Mit_Ohne».

Dieser Name solle besser transportieren, was an den Veranstaltungen stattfinde, erklärt sie. «Mit Vernissage ab 19 Uhr, ohne Verlängerung bis 1 Uhr», lautet ihre Interpretation für den ersten Anlass unter dem neuen Konzept am kommenden Samstag im Kugl. «Mit_Ohne», das könne auch heissen, «du kommst ohne Begleitung und gehst mit Begleitung nach Hause – oder umgekehrt», meint sie schmunzelnd. Der Name öffne den Raum für verschiedene Menschen und für verschiedene Eindrücke.

Vernissage von Nadine Wismer

Künftig sollen wieder kulturelle Einflüsse den Anlass bereichern. «Künstler und Musiker, auch spontane Auftritte sind denkbar», sagt Marx. In den Anfängen im Jahr 2005, als die Veranstaltung jeweils am Montagabend stattgefunden hatte, hätten oft Leute spontan den Abend mitgestaltet. Das habe sich leider verloren. «Das Ziel ist nun, diese Besonderheiten wieder aufleben zu lassen, in dem wir sie einplanen.»

Am Samstag sorgt die St.Galler Künstlerin Nadine Wismer für den Spezialeffekt. Sie stellt vier überdimensionale Porträts aus. Die Bilder haben mit vier mal eineinhalb Metern eine stolze Grösse. Der Samstagabend beginnt damit zunächst als Vernissage. Nach und nach aber wird es lauter. Der St.Galler DJ Maddad, Stamm-DJ der Veranstaltungsreihe, und die Basler Gast-DJane Lila Hart heizen den Leuten mit Elektromusik ein. Ist die Party in vollem Gange, lässt Nadine Wismer die Besucher an ihrer Kunst direkt teilhaben: Sie malt live. «Ich lasse mich von den Leuten, der Musik und ihren Handlungen inspirieren», erklärt sie. «Ich bin sehr gespannt, was dabei geschieht.»

Einmal im Monat

«Mit_Ohne» wird alle ein bis zwei Monate stattfinden. «Den nächsten Termin haben wir provisorisch auf den 22. Februar gelegt», sagt Katharina Marx. Mindestens zwei- bis viermal im Jahr sollen kulturelle Besonderheiten eingebaut werden. Denkbar sind auch politische Podien oder Reden. Im Sinne der Offenheit kennt der Anlass keine Altersbeschränkung. Der Einlass kostet zehn Franken.

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