Mehr Geld für zwei Erdgas-Projekte

Die Erschliessung mit Erdgas des Maestrani-Areals und von Oberwinkeln kommt teurer zu stehen als geplant. Der Stadtrat beantragt dem Parlament für beide Projekte Zusatzkredite.

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Wohnareal Maestrani: Erdgasversorgung ist fertiggestellt. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

Wohnareal Maestrani: Erdgasversorgung ist fertiggestellt. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

Für die Erdgasversorgung im Wohnareal der früheren Schokoladefabrik Maestrani in St. Georgen hatte das Stadtparlament 2005 einen Kredit von 469 000 Franken gutgeheissen. Sie war Teil der gesamten Vorlage, in der auch die Neuerschliessung des Areals mit Elektrizität und Wasser enthalten war. Doch besonders die Verschiebung der Druckreglerstation aus gestalterischen Gründen liessen die Kosten um 159 232 Franken ansteigen. Durch die Verschiebung mussten die Mitteldruckleitung um 18 Meter und die Niederdruckleitung um 69 Meter verlängert werden. Zudem musste ein Schutzrohr in der Tiefgarage angefertigt werden. Der Stadtrat beantragt nun in seiner Vorlage an das Stadtparlament einen Zusatzkredit von 160 000 Franken.

Eine Weile her

Etwas komplizierter verhält es sich bei den Mehrkosten für die Erdgas-Erschliessung von Oberwinkeln. Für das entsprechende Projekt hatte das Stadtsanktgaller Stimmvolk bereits 1993 einen Kredit von 9,7 Millionen Franken gutgeheissen. Zulasten der Baurechnung erteilte es für die Erdgasversorgung einen Kredit von 659 000 Franken.

Die Gesamtkosten wurden auf 1,04 Millionen Franken veranschlagt. 378 000 Franken davon sollten durch die Bauherrschaft berappt werden. Im Januar 2008, also 15 Jahre später, beschloss das Stadtparlament einen Zusatzkredit von 99 000 Franken für die Fertigstellung des Projekts.

Nur mündliche Zusagen

Gemäss Vorlage des Stadtrates ans Parlament konnte das Erdgasprojekt Oberwinkeln nach zahlreichen Bauunterbrechungen fertiggestellt werden. Die von der Bauherrschaft verlangten Baubeiträge von 378 000 Franken konnten aber nicht mehr geltend gemacht werden, zumal sie bloss auf mündlichen Zusagen basierten.

Dieses Manko ist der wesentliche Grund für die höheren Projektkosten von 187 000 Franken. Die eigentlichen Baukosten sind indessen gar um knapp 190 000 Franken günstiger ausgefallen. Zur Begleichung des Fehlbetrags beantragt der Stadtrat dem Stadtparlament, einen weiteren Zusatzkredit von 188 000 Franken zu erteilen. (th)