Mehr Fernverkehr für die Ostschweiz

ST.GALLEN. Der Fahrplanwechsel vom kommenden 13. Dezember wird als einer der anspruchsvollsten seit Bahn 2000 bezeichnet. Dank der Durchmesserlinie in Zürich kommt es zu vielen Verbesserungen - auch die Ostschweiz profitiert davon.

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Zwischen St.Gallen und Zürich verkehren ab Ende Jahr mehr Züge als bisher. (Bild: Urs Bucher)

Zwischen St.Gallen und Zürich verkehren ab Ende Jahr mehr Züge als bisher. (Bild: Urs Bucher)

Ab dem kommenden Dezember wird die Durchmesserlinie Zürich für den Fernverkehr auf der West-Ost-Achse genutzt. Zwischen Zürich Hauptbahnhof und St.Gallen verkehren neu drei Züge des Fernverkehrs anstatt zwei wie heute. "Der bisherige InterCity zwischen Genève-Aéroport und St.Gallen (via Bern - Zürich Hauptbahnhof) fährt künftig über die Durchmesserlinie und wird ab Winterthur ohne Halt bis St.Gallen weitergeführt", wie die St.Galler Staatskanzlei in einer Mitteilung schreibt. Die Reisezeit nach St.Gallen mit Abfahrt westlich von Zürich verkürze sich damit um 18 Minuten. "Auch für Touristen, welche etwa ins nahe gelegene Appenzellerland reisen, verbessert sich die Anschlusssituation."

Die wesentlichen Verbesserungen auf einen Blick:
Bodensee - Rheintal: schlanke Anschlüsse an S4
Insbesondere profitieren die Regionen St.Gallen-Bodensee und Rheintal vom Ausbau des Fernverkehrsangebots. Mit besseren Anschlüssen am Knoten St.Gallen auf S-Bahn und Bus erzielen die Reisenden einen Reisezeitgewinn.

Kreuzlingen - Konstanz - St.Gallen: Fünf direkte Zugspaare
Der neue Regional-Express verbindet täglich fünf Mal die Agglomeration Kreuzlingen/Konstanz mit St.Gallen in 35 Minuten.

Spätverbindung von Zürich nach Sargans - Chur
Spätheimkehrer aus der Region Sarganserland erhalten ein neues Angebot. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag fährt ein Zug ab Zürich Hauptbahnhof um 0.20 Uhr mit Halt in Sargans und Bad Ragaz.

Verdichtungen oder Ausbau vielerorts im Kanton
An verschiedenen Orten konnten Verdichtungen oder Ausbauten realisiert werden. Das bedeutet, dass Züge oder Busse länger beziehungsweise früher oder in dichterem Takt verkehren als bisher. "Die Durchbindung von Grabs nach Liechtenstein oder das Buskonzept im Fürstenland sind Beispiele dafür. Viele weitere punktuelle Verbesserungen wurden auf dem ganzen Kantonsgebiet verwirklicht", so die Staatskanzlei. (pd/red.)