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Mehr Einigkeit als Gegensätze

Sechs der acht Kandidaten für die fünf Gemeinderatssitze in Rorschacherberg beantworten Fragen von Moderator und Besuchern. Unklar bleibt, warum es bei nur einem freien Sitz so viel Auswahl gibt. Das gefährdet die CVP-Vertretung.
Fritz Bichsel
Auf dem Podium (von links): Enrik Hippman, FDP; Vlada De Carvalho, neu, SVP; Dieter Graf, SP; Ronny Bleichenbacher, SP; Regula Hürlimann, neu, CVP; Boris Reichardt, neu, FDP. (Bild: Fritz Bichsel)

Auf dem Podium (von links): Enrik Hippman, FDP; Vlada De Carvalho, neu, SVP; Dieter Graf, SP; Ronny Bleichenbacher, SP; Regula Hürlimann, neu, CVP; Boris Reichardt, neu, FDP. (Bild: Fritz Bichsel)

RORSCHACHERBERG. Zu sechs Kandidierenden kommen je etwa sieben Besucher in die Aula Steig. Nicht mitwirken können Charlene Lanter wegen Erkrankung und Adrian Schmidlin wegen eines Termins im Ausland.

Moderator Elmar Hürlimann bietet den anderen Gelegenheit zur Vorstellung, hinterfragt Aussagen oder Leere auf Plakaten, fragt nach Fähigkeiten und dem Standpunkt zu von den Parteipräsidenten gewünschten Themen. Als «spannend für die Wähler» wertet er die acht Kandidaturen für fünf Gemeinderatssitze. Und er wundert sich, dass das in Rorschacherberg – entgegen dem Trend zu Parteilosen in Behörden – alles Parteileute sind. Das Podium ist sich einig, Reibung zwischen und auch in Parteien wirke positiv.

Angriff auf den CVP-Sitz?

Besucher bringen später zur Sprache, was bisher neben Wirbel um «wilde» Kandidaten fast unterging: Als einziges Gemeinderatsmitglied tritt Silvia Kühne nicht mehr an. Die CVP, früher stärkste Partei, hat nur noch diesen Sitz. Nun droht ihr der Rauswurf wegen je einer offiziellen und «wilden» Kandidatur aus FDP und SVP. Die Kandidaten dieser Parteien verneinen einen Angriff auf die CVP; sie kämpften «um einen der fünf Sitze».

Regula Hürlimann kann besondere Argumente in die Waagschale legen: Mit ihr bliebe die CVP vertreten und wären weiterhin zwei Frauen im Rat; sie ist die einzige Kandidatin vom oberen Berg und könnte Aufgaben mit viel Zeitbedarf übernehmen. Eine solche ist die Mitarbeit in der Schulkommission wie bisher von Enrik Hippmann (FDP). Gemeinderat Ronny Bleichenbacher (SP) sagt, dieses Pensum wäre ihm nicht möglich. Vlada De Carvalho (SVP) oder Boris Reichardt (FDP) würden für das Gemeinderatsamt Abstriche bei Beruf oder Freizeit machen.

Wie zu Autobahn und Seeufer?

Gegensätze zeigen sich beim geplanten Autobahnanschluss: Vlada De Carvalho, Enrik Hippmann und Regula Hürlimann dafür, Ronny Bleichenbacher dagegen. Parteivertreter haben nicht immer einheitliche Standpunkte: Gemeinderat Dieter Graf (SP) sieht den Anschluss kommen und stellt deshalb ergänzende Massnahmen für Sicherheit in den Mittelpunkt.

Einig sind sich die Kandidaten, für das Feuerwehrdepot und den ebenfalls veralteten Werkhof brauche es Ersatz. Einen Weg am Seeufer beurteilt einzig Vlada De Carvalho als nicht nötig – oder erst, wenn am See eine attraktive Zone entstehe. Amtierende Gemeinderäte sehen gute Lösungsansätze dank des Einbezugs der Bevölkerung mit der Umfrage und der Arbeitsgruppe. Wie weit soll eine allfällige Gemeindefusion in 20 Jahren sein? «Heute nicht seriös zu beantworten», sagt Enrik Hippmann. «Dass Vor- und Nachteile doch noch geklärt werden», hoffen Ronny Bleichenbacher, Dieter Graf und Boris Reichardt. Regula Hürlimann will keine grösseren Gebilde. Für Vlade De Carvalho sind die Gemeinden der «Stadt am See» vorerst nicht heiratsfähig.

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