Mehr Buch- statt Tabletkultur

«Reformation hautnah erleben», Ausgabe vom 7. Dezember

Markus Weissert, Oberhofstetten-Strasse 69d, 9012 St. Gallen
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«Reformation hautnah erleben» – auf dem iPad oder Tablet? Jürg Sonderegger von der PHSG hält fest: «Alle abgebildeten Frauen im Mariaberg halten ein Buch in der Hand.» Schülerinnen und Schüler hingegen halten sich an iPad oder Tablet als «besonders attraktives Lerninstrument der PH». Das Mittelalter, die Reformationszeit lebt von der Buchkultur, der Malerei und der Musik. Diese Werte sollten den Kindern mit realen, vielfältigen Sinneserfahrungen ausserhalb des Schulzimmers und nicht virtuell nähergebracht werden. Mittelalterliches Alltagsleben kann mit szenischen Bildern durch die Schüler als gemeinschaftliches Erleben dargestellt werden, weit weniger durch individuelle Rollenspiele auf einem Tablet. Leider werden elektronische Hilfsmittel nicht als nützliches Werkzeug, sondern als zentrales Lernelement angepriesen. Im Gegensatz dazu ist das soziale, Lernen ausserhalb der Schulstube in der Gruppe erwiesenermassen emotional ansprechend und damit in den Erinnerungen nachhaltig und prägend.

Markus Weissert, Oberhofstetten-strasse 69d, 9012 St. Gallen

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