Mehr Arbeitslose und weniger Gäste in St.Gallen

ST.GALLEN. Die St.Galler Regierung rechnet nach der Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank für das laufende Jahr mit einer konjunkturellen Abkühlung und leicht steigenden Arbeitslosenzahlen. St.Gallen sei als Grenzkanton besonders betroffen.

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St.Gallen ist als Grenzkanton besonders betroffen von der Aufgabe des Euro-Mindestkurses. (Bild: Urs Bucher/Archiv)

St.Gallen ist als Grenzkanton besonders betroffen von der Aufgabe des Euro-Mindestkurses. (Bild: Urs Bucher/Archiv)

St.Gallen sei ein Exportkanton und habe im schweizerischen Vergleich eine überdurchschnittliche Technologiedichte, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei vom Dienstag. Vom SNB-Entscheid seien auch die St.Galler Tourismusindustrie und der Detailhandel betroffen.

Der Tourismus lebe zwar zum grossen Teil von Schweizer Gästen, wenn auch mit beträchtlichen regionalen Unterschieden, heisst es. Der Rückgang der Logiernächte in den vergangenen Jahren werde sich aber weiter akzentuieren, weil ein Teil der Schweizer Gäste ins günstigere Ausland ausweiche.

Die Regierung rechnet für 2015 vor allem in der Exportindustrie, im Tourismus und im Detailhandel mit einer konjunkturellen Abkühlung. Sie teilt laut Communiqué aber die Meinung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), wonach in den kommenden Quartalen keine Rezession zu erwarten ist. (sda)

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