Mehr Arbeitslose in der Ostschweiz

ST.GALLEN. In den grösseren Ostschweizer Kantonen ist die Arbeitslosenquote im November im Vergleich zum Vormonat leicht angestiegen. Vor allem saisonale Gründe werden geltend gemacht. Eine andere Entwicklung zeigte sich in den beiden Appenzell: Dort sank jeweils die Quote.

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Im November waren im Kanton St.Gallen im Vergleich zum Oktober zusätzlich 312 Personen als arbeitslos gemeldet. (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Im November waren im Kanton St.Gallen im Vergleich zum Oktober zusätzlich 312 Personen als arbeitslos gemeldet. (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Im Kanton St.Gallen werden sowohl mehr Stellensuchende als auch mehr Arbeitslose gezählt. In saisonalen Branchen wie dem Baugewerbe, aber auch in der Metallindustrie und im Fahrzeugbau seien starke Zunahmen registriert worden, teilte das Amt für Wirtschaft und Arbeit mit.

Konkret waren im November im Vergleich zum Oktober zusätzlich 312 Personen als arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 2,4 auf 2,5 Prozent an. Die Zahl der Voranmeldungen für Kurzarbeit ist bei etwa 70 Betrieben stabil geblieben. Neu sind allerdings davon 600 Mitarbeiter weniger betroffen als noch im Vormonat (2000 Angestellte).

Höchste Zahlen seit 2010 im Thurgau
Auch im Kanton Thurgau hat sich die Arbeitslosenquote erhöht: von 2,5 auf 2,6 Prozent. Insgesamt wurden Ende November 6062 Stellensuchende gezählt. Eine so hohe Zahl sei letztmals von September 2009 bis April 2010 verzeichnet worden, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei.

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich im Kanton Graubünden: Dort stieg die Arbeitslosenquote ebenfalls an und zwar um 0,2 Prozent auf 2,1 Prozent. Der relativ starke Anstieg im November sei saisonal bedingt und auf die zu Ende gehende Bausaison zurückzuführen, teilte das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden mit.

Der Kanton Glarus verzeichnete ebenfalls einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote von 2,2 auf 2,3 Prozent. Einen gegensätzlichen Trend zeigt sich hingegen in Appenzell Inner − sowie Ausserrhoden: Dort sank die Arbeitslosenquote jeweils um 0,1 Prozent. (sda)

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