MEDIZIN: Feinarbeit um Acht-Tonnen-Gerät

Das Kantonsspital St. Gallen kommt nach Rorschach: Im Neubau der Regatron eröffnet es eine Abteilung, unter anderem mit einem Magnetresonanztomografie-Gerät (MRT). Dieses wurde gestern sorgfältig angeliefert.

Jolanda Riedener
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Das MRT steht auf einer Brücke, die von Metallketten festgehalten wird. Die Arbeiter müssen Millimeterarbeit leisten, um das Gerät durch die Öffnung ins künftige Behandlungszimmer zu hieven. (Bild: Jolanda Riedener)

Das MRT steht auf einer Brücke, die von Metallketten festgehalten wird. Die Arbeiter müssen Millimeterarbeit leisten, um das Gerät durch die Öffnung ins künftige Behandlungszimmer zu hieven. (Bild: Jolanda Riedener)

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

Das MRT wiegt acht Tonnen und kostet 1,6 Millionen Franken – gestern wurde es mit einem Lastwagen von Deutschland via Basel nach Rorschach geliefert. Das Gerät der Firma Siemens wird von einem Mitarbeiter begleitet, bis es sicher im Behandlungszimmer eingebaut ist. Darum kümmern sich über zehn Mitarbeiter der Firma Bauberger, ein auf Spezial- und Schwertransporte spezialisiertes Unternehmen.

Da das MRT so schwer ist, muss es von aussen herangetragen werden: «Die meisten Böden halten ein solches Gewicht nicht aus», sagt Fabian Dorner, Klinikmanager Radiologie am Kantonsspital St. Gallen. Die Logistikabteilung der Regatron hingegen verfügt über einen entsprechend stabilen Untergrund. Vom Lastwagen wird das Gerät via Rampe auf Rollen gesetzt. Durch die Logistikhalle schieben die Mitarbeiter das MRT schliesslich sorgfältig bis zur Öffnung zum Behandlungsraum. Dort wird es mittels Hebebühnen langsam in die Höhe und durch die Öffnung befördert. Ist das Gerät platziert, wird die Öffnung zugemauert.

Anfang September wird Betrieb aufgenommen

Kommende Woche wird ein weiteres medizinisches Gerät zur Positronen-Emissions-Tomografie (PET) angeliefert. Dieses ist weniger schwer und kann deshalb einfacher transportiert werden. Es wird zur Untersuchung von Tumoren verwendet. Anfang September wird der Betrieb des radiologischen und nuklearmedizinischen Angebots in Rorschach schliesslich vollumfänglich aufgenommen.

Das Kantonsspital St. Gallen, zu dem auch das Spital Rorschach gehört, ist im Neubau der Regatron AG auf einer Fläche von 370 Quadratmetern eingemietet. Dort soll im Erdgeschoss künftig die Magnetresonaztomografie durchgeführt werden können. Das MRT liefert Bilder vom Innern des Körpers (siehe Box). Patientinnen und Patienten aus der Region Rorschach und Unterrheintal können künftig eine solche Untersuchung in der Nähe durchführen. Am Standort in St. Gallen können dank dem neuen Standort Rorschach die Wartezeiten gekürzt werden. Die ersten Behandlungen werden ab dem 7. August durchgeführt.