Mediterranes im «Schoren»

Das Restaurant Schoren erhält einen neuen Pächter. Ein Unbekannter ist der in der Stadt nicht. Dode Nushi hat früher bereits im «Cavallino» und dann in der «Leonhardsbrücke» gewirtet.

Claudia Schmid
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Dode Nushi im sanft renovierten Restaurant Schoren. Wiedereröffnet wird das Lokal am 1. Dezember. (Bild: Ralph Ribi)

Dode Nushi im sanft renovierten Restaurant Schoren. Wiedereröffnet wird das Lokal am 1. Dezember. (Bild: Ralph Ribi)

Am 1. Dezember öffnet das «Schoren» nach einer sanften Renovation seine Türen neu. «Ein gemütliches Restaurant mit gehobener Küche», beschreibt Dode Nushi das Konzept für seinen neuen Wirkungsort. Italienische und mediterrane Speisen stehen auf der Karte. Darunter sind Meeresfrüchte, Fleischgerichte, frisches Gemüse und Pasta zu finden. Auf der Weinkarte sind die passenden edlen Tropfen aufgelistet.

Unvergessene St. Galler Zeit

Dode Nushi führt zurzeit drei Restaurants in der Umgebung von Wil. Das «La Ghetto» steht am Wiler Weier, das «Casa Grande» in Wilen und das Hotel Restaurant X mit Club und Bar in Rickenbach. Seine früheren St. Galler Gäste hätten ihn immer wieder gefragt, wann er in die Gallusstadt zurückkehre, erzählt der Wirt. Als ihn der Besitzer des «Schoren» kontaktiert habe, sei der Entscheid gefallen, auch in der Gallusstadt wieder einen Betrieb zu führen. «Ich habe sehr gute Erinnerungen an die Jahre in St. Gallen. Vor allem die Zeit im <Cavallino> bleibt mir unvergessen.» Die Pizzeria an der Langgasse verliess er vor rund zehn Jahren. Zuvor führte er bis ins Jahr 1993 das Restaurant Leonhardsbrücke.

Gault-Millau-Punkte oder Sterne strebt Dode Nushi nicht an. «Sie schrecken manche Gäste eher ab. Eine Küche auf hohem Niveau lässt sich auch ohne Auszeichnungen verwirklichen», sagt der gelernte Gastronom, dessen beruflicher Werdegang mit der Hotelfachschule begann. Nach seiner Ausbildung habe er in einer ganzen Reihe von bekannten Häusern gearbeitet; unter anderem im «Palace» in Gstaad und Bern sowie im «Schweizerhof» in Zürich.

Sanfte Renovation

Der neue «Schoren»-Pächter hat die Restauranträume einer sanften Renovation unterzogen. Zu den Neuerungen gehört, dass anstelle des Grills eine kleine Bar eingebaut ist. Im Wintergarten ist ein riesiges Wandbild der brasilianischen Künstlerin Eliane Santos entstanden. Es zeigt eine Szene aus Venedig und soll das mediterrane Ambiente im Restaurant Schoren unterstreichen. Vorgesehen ist auch ein Fumoir.

Dode Nushi möchte gerne Gäste unterschiedlichen Alters ansprechen. Vor allem auch die junge Generation, die Freude «an gehobener Küche in gediegener Atmosphäre» habe, sei herzlich willkommen, betont der Onkel des FCSG-Fussballers Kristian Nushi im Gespräch.

Legendäre Zeiten

Das Restaurant Schoren ist vor allem als Rôtisserie bekannt geworden. Seine Blütezeit hatte es unter Hans Koller, der während zwölf Jahren mit Helen Knill Gastgeber war und 15 Gault-Millau-Punkte erreichte. 2002 erlag der legendäre Wirt einer schweren Krankheit. Auf ihn folgten Köbi Nett, Martin Zeller und Marianne Achberger, der Sternekoch Kurt Baumann und die letzten fünf Jahre Jean-Marc Kohler. Er brachte schweizerische und französische Speisen auf die Teller.

Restaurant Schoren: Neueröffnung am 1.12.2011. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 11.00–23.00; Samstag, 17.00; Sonntag Ruhetag. www.restaurant-schoren.ch