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Marcos Gelabert: Kämpfer mit Pferdelunge

Marcos Gelabert spielte bis zum Abstieg im Jahr 2008 während zweier Jahre für den FC St. Gallen. Diese Zeit ist bis heute etwas Besonderes für ihn.
David Gadze
Marcos Gelabert war für die gegnerischen Spieler oft kaum zu stoppen. (Bild: Ralph Ribi (Espenmoos, 25. Juli 2007))

Marcos Gelabert war für die gegnerischen Spieler oft kaum zu stoppen. (Bild: Ralph Ribi (Espenmoos, 25. Juli 2007))

Ein Hauch von Argentinien weht in der Saison 2006/07 beim FC St. Gallen. Die «Argentinier-Achse» mit Juan-Pablo Garat in der Verteidigung, Marcos Gelabert im Mittelfeld und Francisco Aguirre im Sturm (sowie ab der Rückrunde mit dem grossen Missverständnis Jesús Méndez) lässt die Fans lange von einer Teilnahme am Europacup träumen. Vor allem Gelabert ist den Anhängern bis heute in bester Erinnerung geblieben. Er verkörpert genau den Spielertyp, der in St. Gallen geliebt wird: Er kämpft und grätscht bis zum Umfallen, und ist als Abräumer vor der Verteidigung äusserst zweikampfstark. Dazu ist der defensive Mittelfeldspieler ausgestattet mit der Lunge eines Pferdes und treibt die Mannschaft mit unermüdlichem Einsatz an. Das bekommen die gegnerischen Spieler zu spüren: Gefühlt in jedem Spiel kassiert er die gelbe Karte.

Die grösste Enttäuschung der Karriere

Der damals 25jährige Gelabert stösst im Sommer 2006 vom argentinischen Erstligisten Estudiantes de La Plata zum FC St. Gallen. «Nach zehn Jahren beim gleichen Verein brauchte ich eine Veränderung. St. Gallen erfüllte mir den Traum, in Europa zu spielen.» Auch deshalb werde der Club mit seinen Fans immer in seinem Herzen bleiben. Die zwei Jahre beim FCSG bezeichnet Gelabert gar als «grossartigste Erfahrung meines Lebens». Diese endet jedoch im Sommer 2008 mit der grössten Enttäuschung seiner Karriere: dem Abstieg in die Challenge League. «Daran denke ich bis heute.» In jener Saison gehört der Argentinier zu den wenigen Spielern, welche sich mit allen Mitteln gegen den Untergang stemmen.

Nach dem Abstieg wechselt Gelabert zu Meister FC Basel, wo er seine grössten Erfolge feiert. Er ist zwar nicht unumstrittener Stammspieler, kommt aber regelmässig in der Meisterschaft und in der Champions League zum Einsatz und gewinnt mit Basel 2010 Meisterschaft und Cup.

Nach zwei Jahren beim FCB schliesst sich Gelabert Neuchâtel Xamax an. Im Duell gegen den FC St. Gallen am 1. Mai 2011 ist er einer der Hauptdarsteller in einem der denkwürdigsten Spiele der jüngeren Vergangenheit. Nachdem er als einer von insgesamt drei Neuenburgern vom Platz gestellt wird und St. Gallen beim Stand von 1:1 am Schluss alles nach vorne wirft, um zwei zusätzliche Punkte gegen den Abstieg zu holen, gelingt Xamax in der Nachspielzeit der Siegtreffer. Das rächt sich: Ende Saison steigt St. Gallen erneut ab – mit einem Punkt weniger als Xamax.

Die eineinhalb Jahre in Neuenburg stehen jedoch unter keinem guten Stern. Verletzungen zwingen den Mittelfeldspieler zu langen Pausen. Und im Januar 2012 ist seine Zeit bei Xamax endgültig abgelaufen. Präsident Bulat Tschagajew hat den Verein an die Wand gefahren und hinterlässt ein Millionenloch, was letztlich zum Zwangsabstieg führt.

«Ich war noch nie so gut wie heute»

Danach kehrt Gelabert in seine Heimat zurück und schliesst sich im Sommer 2012 wieder Estudiantes de La Plata an. «Ich wäre auch nach St. Gallen zurückgekehrt, wenn ich die Chance bekommen hätte. Nach einer weiteren Saison wechselt er 2014 zum zweitklassigen CA San Martin aus San Juan, mit dem ihm der Aufstieg gelingt.

Heute ist Marcos Gelabert 35 Jahre alt. Ans Karriereende denkt er noch lange nicht: «Ich fühle mich gut und will noch viele Jahre spielen. Ich war noch nie ein so kompletter Fussballer wie jetzt.»

Matchtip Marcos Gelabert: FC St. Gallen – FC Thun 2:0 morgen So, 16 Uhr, Kybunpark

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