Mani Matter und die Kirche

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Rorschach Bernhard Rothen, langjähriger Pfarrer im Basler Münster und heutiger Pfarrer von Hundwil, zeichnete im Kleingottesdienstraum der evangelischen Kirche ein sehr differenziertes Bild über den Berner Liedermacher. Auch über 40 Jahre nach seinem Tod seien seine Werke über die Generationen hinweg bekannt und beliebt. Sein Geheimnis: Reim und Rhythmus und eine meisterhafte Sprache. Diese führen zu einer Verbindung von hoher Kunst und Volkskunst.

In seinen Tagebüchern finden sich Hinweise über sein theologisches Fundament. Es gelinge ihm, theologische Grundprobleme verständlich zusammenzufassen. Das Ziel, eine neue Form von Kirche zu finden. Alles funktioniere in Staat und Gesellschaft bestens, aber die allgemeine Leere nehme zu. Allgemeiner Pluralismus helfe nicht. Um einer Katastrophe zu entgehen, müsste der Egozentrismus einem «demütigen Mut» nach dem Vorbild Jesus Platz machen. Gefragt wären echte Autoritäten des Wortes. Komme die Sprache abhanden, sei auch keine Verständigung über aktuelle Fragen möglich. Matters Lieder bereicherten den packenden Vortrag. (tho)

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