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Mangelhafte Antwort auf Mängel

Der Quartierverein Rosenberg hat vom Stadtrat die Antworten zu einigen Kritikpunkten – die meisten davon im Gebiet Bahnhof Nord – erhalten. Er zeigt sich damit jedoch nicht zufrieden. Und will weiter für seine Anliegen kämpfen.
David Gadze
Links des Trottoirs darf ab sofort nicht mehr parkiert werden. Und rechts soll der Rosenbergplatz entstehen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Links des Trottoirs darf ab sofort nicht mehr parkiert werden. Und rechts soll der Rosenbergplatz entstehen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Vor einem Jahr hatte der Quartierverein Rosenberg der Stadt eine Mängelliste mit 15 Punkten geschickt. Die meisten davon betrafen das Gebiet nördlich des Hauptbahnhofs. An der Hauptversammlung vom Dienstagabend erhielten die Mitglieder in Anwesenheit von Stadtpräsident Thomas Scheitlin die langersehnten Antworten des Stadtrats – allerdings bloss in «reduzierter Form», wie Quartierentwickler Peter Bischof sagte. Denn zu einigen Punkten, welche die Entwicklung des Bahnhofs Nord betreffen, wird sich der Stadtrat heute vormittag an einer Medienorientierung äussern (siehe Text «Klubhaus für die Stadt?»).

Ungenügende Bahnhofvorfahrt

Entsprechend gab es die meisten Diskussionen vor allem zu verschiedenen Aspekten rund um das Gebiet Bahnhof Nord. So kritisierte der Quartierverein, die fünf Minuten Gratisparkzeit in der Bahnhofvorfahrt unter der Fachhochschule (FHS) seien viel zu kurz, um jemanden auf den Zug zu bringen oder abzuholen. In anderen Städten könne bis zu 15 Minuten kostenlos parkiert werden. Das müsse auch in St. Gallen möglich sein. Dass die Stadt für eine Ausdehnung der Gratisparkzeit den Parkhaus-Betreibern eine höhere Entgeltung zahlen müsste, liess Quartiervereins-Präsident Martin Schregenberger nicht als Entschuldigung gelten. Die Stadt müsse öffentliche Aufgaben finanzieren, eine praktikable Bahnhofvorfahrt sei ebenfalls eine. Dass die Car- und Taxistandplätze in der Lagerstrasse anstelle der Bahnhofvorfahrt benutzt würden, sei «eine verständliche Reaktion der Bevölkerung, die sich nicht jeden Blödsinn von oben diktieren lässt und selber offenbar vernünftigere Lösungen findet», sagte Schregenberger – dies als Antwort auf eine gestern veröffentlichte Mitteilung, dass das ab sofort untersagt ist (siehe Text «Halteverbot vor der FHS»).

Der Quartierverein hatte auch kritisiert, dass es auf der Nordseite der Personenunterführung West, bei den beiden Abgängen neben der FHS, keine Bahnhofsuhren gebe. Die SBB hätten sich diesbezüglich an die Vorschriften gehalten, sagte Bischof. Bei den Abgängen sei immerhin die Uhr auf dem Turm der Hauptpost sichtbar.

Um Fussgängerstreifen kämpfen

Auch eine weitere Antwort des Stadtrats enttäuschte die Mitglieder: Ein Fussgängerstreifen im Bereich der Bushaltestelle Bahnhof Nord, den das Quartier mittels einer Petition gefordert hatte, soll «wegen zu geringer Nutzung» nicht realisiert werden. Während der Sperrung der Rathausunterführung werde jedoch ein provisorischer Fussgängerstreifen, wie es ihn bereits beim Bau der FHS gegeben hat, aufgemalt, sagte Peter Bischof. Martin Schregenberger kündigte an, diese Chance nutzen zu wollen, um ihn danach zu belassen. Er zeigte sich mit den Antworten jedenfalls nicht zufrieden. «Wir stellen keine übertriebenen Forderungen. Es handelt sich um legitime Interessen, die nicht allzu viel kosten dürften.»

Ausserdem beschlossen die Mitglieder des Quartiervereins, einen Antrag zu stellen, dass der Platz zwischen der FHS und der Lokremise, wo heute ein Parkplatz ist, in Rosenbergplatz benannt wird.

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