Mal mit Markthalle, mal ohne Markthäuschen

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Für den Marktbetrieb auf dem Marktplatz gab es in den vergangenen Jahren verschiedene Ideen. Keine wurde jedoch umgesetzt, da die Vorlagen für eine Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt abgelehnt wurden. Beim ersten Anlauf, den die Stimmbürger im Mai 2011 an der Urne versenkten, war auf dem Marktplatz eine grosse Markthalle vorgesehen. Darin sollten nebst den Marktständen auch ein Kiosk, der Zugang zu einer neuen Tiefgarage sowie der Unterstand für die ÖV-Nutzer untergebracht werden. Denn es war geplant, die Calatrava-Halle abzureissen und die Haltestellen in beiden Richtungen vom Bohl auf Höhe des Marktplatzes zu verschieben.

In der zweiten Vorlage wurde dann aus der Maximal- die Minimalvariante: Sie sah nicht einmal mehr fixe Marktstände vor, sondern einen leergeräumten Marktplatz, auf dem mobile Marktstände aufgestellt werden sollten. Kurz vor der Abstimmung kritisierten die Markthändler, von der Stadt bei der Ausarbeitung des Projekts zu wenig einbezogen worden zu sein, und forderten fixe Stände für einen täglichen Marktbetrieb. Die Reaktion der Markthändler dürfte einer der Gründe für das Volksnein im März 2015 gewesen sein.

Das «Forum Marktplatz», an dem verschiedene Anspruchsgruppen in einem partizipativen Prozess den dritten Neugestaltungsanlauf aufgleisen, lieferte bezüglich der Zukunft des ständigen Markts keine eindeutigen Antworten. Die derzeitige Kombination von ständigem Markt mit fixen Markthäuschen und regelmässig stattfindenden Märkten mit mobilen Ständen sei jedoch nicht die richtige Marktform, heisst es im Schlussbericht. (dag)