Mahnwache für syrische Flüchtlinge

Vorgestern Samstag organisierte die Gruppe «Unterstützung für Flüchtlinge – jetzt!» am Bärenplatz die fünfte Mahnwache in Folge. Die Aktivisten wollen auf die Flüchtlingsproblematik aufmerksam machen. Die Reaktionen der Passanten fallen nicht immer nett aus.

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An den Mahnwachen engagieren sich durchschnittlich zehn Personen, die beispielsweise Flugblätter verteilen oder Unterschriften sammeln. (Bild: Michel Canonica)

An den Mahnwachen engagieren sich durchschnittlich zehn Personen, die beispielsweise Flugblätter verteilen oder Unterschriften sammeln. (Bild: Michel Canonica)

Seit fünf Wochen führt die Gruppe «Unterstützung für Flüchtlinge – jetzt!» jeden Samstag Mahnwachen in der Innenstadt durch. Ziel sei es, die Bevölkerung für die Flüchtlingsproblematik zu sensibilisieren, sagt Christoph Bürkler, der die Mahnwache am Samstag organisierte. «Besonders am Herzen liegt uns, das Verständnis für Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien zu fördern.» Dazu verteilen die Aktivisten Flugblätter mit Informationen. Zudem sammeln sie Unterschriften für das Flüchtlings-Manifest von Franz Hohler.

Es entstünden stets interessante Gespräche, sagt Bürkler: «Manchmal hirnt man mit Passanten an den Problemen und versucht, eine Lösung zu finden.» Die meisten zeigten Verständnis für die Aktion, es gebe jedoch auch andere: «Vor einer Woche haben rechtsorientierte Personen die anwesenden Frauen aggressiv beschimpft.»

Die Mahnwache findet jeden Samstag bis Weihnachten von 14 bis 15 Uhr an einem anderen Ort in der Innenstadt statt. Unterstützt wird sie beispielsweise von Amnesty International. (egr)