Märchenwelt für eine Nacht

Beim Eindunkeln erstrahlt die Eggersrieter Höhe beim «Sur Le Lac» im besten Licht: Auch dieses Jahr waren die Dekoration und die Aussicht die eigentlichen Stars des Festivals.

Johannes Wey
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Nach Sonnenuntergang wähnt man sich am «Sur Le Lac» in einer eigenen Welt, die nur für eine Nacht Bestand hat. (Bild: Urs Bucher)

Nach Sonnenuntergang wähnt man sich am «Sur Le Lac» in einer eigenen Welt, die nur für eine Nacht Bestand hat. (Bild: Urs Bucher)

EGGERSRIET. Das «Sur Le Lac»-Festival in Eggersriet ist seit seiner Gründung 2008 viel mehr als «ein kleines Fest der Musik», wie es die Organisatoren umschreiben. Viel eher ist es ein grosses Fest der Festfreude. Die Hauptrolle hatte die Musik noch nie inne – auch wenn der Trägerverein jedes Jahr ein ansprechendes, eigenständiges Programm auf die Bühne holt. Doch die eigentlichen Stars waren auch diesen Samstag die prächtige Aussicht über den Bodensee, die liebevolle, detaillierte Dekoration und die eigenwilligen Verpflegungsstände, die vom kalten Plättli bis zum Falafel mehr bieten als die immergleichen Bratwürste und Pommes frites.

Dank der überschaubaren Grösse des Geländes lief man bekannten Gesichtern mindestens zweimal über den Weg. Vom Getränkestand gleich vor der Bühne bis an den obersten Rand des Geländes, von wo der Blick über die Bühne auf den Bodensee gänzlich frei war, bildeten sich Menschentrauben. Zuvorderst wurde getanzt, weiter hinten geplaudert.

Das Zehnjährige steht an

Programmchef Pascal Frei zeigte sich gestern rundum zufrieden mit dem diesjährigen Festival. «Zum zweitenmal hintereinander hatten wir Wetterglück, die Leute kamen dadurch schon am Nachmittag.»

Die Zuschauerzahl war mit 1800 zahlenden Gästen ansprechend, auch wenn sie nicht an den Rekord von über 2000 Besuchern im Vorjahr herankam. «Für uns war das Wichtigste, dass wir trotz der vielen Leute einmal mehr ein absolut friedliches Fest ohne Zwischenfälle hatten», sagt Frei.

Jedes Jahr neue Ideen

Nächstes Jahr findet das «Sur Le Lac» zum zehntenmal statt. Möglich, dass sich die Organisatoren dazu etwas Spezielles einfallen lassen. «Neue Ideen verwirklichen wir jedes Jahr», sagt Frei. Dieses Jahr zählten etwa «Rap und Rosé» und ein mobiles DJ-Pult zu den Neuheiten.

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