Machbarkeit des Stadttunnels in Rapperswil wird geprüft

RAPPERSWIL-JONA. Die Stadt Rapperswil-Jona will ihr Zentrum vom Durchgangsverkehr entlasten. Dazu hat der Stadtrat im Jahr 2014 einen Variantenvorschlag dem Kanton St.Gallen übergeben. Nun startet das Tiefbauamt erste Machbarkeitsabklärungen. Es soll gezeigt werden. ob der aus dem Prozess Mobilitätszukunft favorisierte Stadttunnell baulich, umweltrechtlich und finanziell realisiert werden kann.

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Die vorgesehene Streckenführung des langen Tunnels bei Rapperswil. (Bild: pd)

Die vorgesehene Streckenführung des langen Tunnels bei Rapperswil. (Bild: pd)

Im April 2014 hatte der Stadtrat von Rapperswil-Jona dem Kanton St.Gallen seine Strategie zur Mobilitätszukunft vorgelegt. Als langfristige Behebung der Verkehrsüberlastung in der Innenstadt von Rapperswil wurde eine Tunnellösung vorgeschlagen. Unter Federführung des Kantons werden nun die bautechnische Machbarkeit sowie die umweltrechtliche Bewilligungsfähigkeit geprüft. Auch die Realisierungskosten werden geschätzt.

Wie die St.Galler Staatskanzlei mitteilt, seien dies unabdingbare Voraussetzungen, um als Bauprojekt ins Strassenbauprogramm des Kantons aufgenommen zu werden. Erste Erkenntnisse zur Machbarkeit sollen Anfang 2016 vorliegen.

Stadttunnel zwischen Hurden und Hüllistein
Im Vordergrund steht die Variante "Stadttunnel lang", welche die Stadt 2013 und 2014 unter Beteiligung der Bevölkerung erarbeitet hatte. Der Tunnel soll in Hurden starten und beim Anschluss Hüllistein an die A53 angebunden werden. Vorgesehen sind auch ein Zwischenanschluss in Jona sowie allenfalls ein Seitenarm nach Kempraten. "Sollte sich der "Stadttunnel lang" nicht realisieren lassen, müssen allenfalls bauliche Alternativvarianten ins Auge gefasst werden", teilt die Staatskanzlei weiter mit.

Auftrag öffentlich ausgeschrieben
Das Tiefbauamt des Kantons St.Gallen hat in der ersten Maiwoche den Auftrag zur Durchführung der Machbarkeitsabklärungen öffentlich ausgeschrieben. Die Vergabe erfolgt im sogenannten selektiven Verfahren.

In einem ersten Schritt können sich alle interessierten Anbieter bewerben. Im zweiten Schritt werden jene Anbieter, welche die Eignungskriterien am besten erfüllen, zur Einreichung einer Offerte eingeladen. Verläuft das Vergabeverfahren planmässig, so sollen die Arbeiten im Herbst des laufenden Jahres starten. Erste grobe Hinweise zur Machbarkeit sollen bis Anfang 2016 vorliegen. (pd/jar)

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