Luftkrieg über der Ostschweiz

Morgen Mittwoch hat das Buch «Fremde Flugzeuge in der Ostschweiz – Landungen und Abstürze 1939 bis 1945» Vernissage. Sie findet in St. Gallen statt. Sprechen wird auch einer, der Bomberlandungen auf dem Flugplatz Altenrhein noch selber miterlebt hat.

Drucken
Teilen
Ein US-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg stand Ende der 1960er-Jahre bei der heutigen Bild-Kreuzung in Winkeln. (Bild: Baudokumentation der Stadt St. Gallen)

Ein US-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg stand Ende der 1960er-Jahre bei der heutigen Bild-Kreuzung in Winkeln. (Bild: Baudokumentation der Stadt St. Gallen)

Die neue Publikation über Zwischenfälle mit Flugzeugen der kriegführenden Mächte im Zweiten Weltkrieg über der Ostschweiz hat das Zeug zum Standardwerk. Auf 245 Seiten haben Autor Dani Egger und seine Fachberater Werner Schmitter und Rolf Zaugg Material zu drei Dutzend Abstürzen und Notlandungen in Ausserrhoden sowie den Kantonen St. Gallen, Thurgau und Schaffhausen zusammengetragen.

Augenzeugen kommen zu Wort

Zum einen ist die Vielfalt an Daten, Fotos, Plänen und Aktenstücken einmalig. Zum anderen überzeugt die neue Publikation dadurch, dass sie Zeitzeugen zu Wort kommen lässt. Das beginnt beim Vorwort; es stammt vom in den USA lebenden, 1945 in der Schweiz notgelandeten Bomberpiloten Thomas P. Faulkner. Und das setzt sich in den Kapiteln zu den Zwischenfällen mit Wortmeldungen von Augenzeugen der damaligen Ereignisse fort.

Der US-Bomber in Winkeln

Im Band dokumentiert ist auch die Geschichte der B-17G «Flying Fortress» aus Winkeln. Das Flugzeug war im März 1944 im Zugersee notgelandet, wurde 1952 gehoben und dann als Schaustück durch die Schweiz gefahren. 1966 wurde die «Fliegende Festung» in Winkeln parkiert. Nachdem dort aus den Plänen für einen Vergnügungspark nichts wurde, stand der Bomber ab 1970 in St. Moritz, wo er dann auch zerlegt wurde.

Die Vernissage von «Fremde Flugzeuge in der Ostschweiz – Landungen und Abstürze 1939 bis 1945» findet morgen Mittwoch, 18.30 Uhr, im Historischen und Völkerkundemuseum statt. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Gespräch mit dem Zeitzeugen Benito Boari und eine Video-Einspielung mit Thomas P. Faulkner. (vre)