Lokalspitz

Wie die AFG-Ruine genutzt werden könnte Diese Woche ist es erstmals offiziell gefallen – das böseste Wort, das man sich im Zusammenhang mit unserer AFG Arena ausmalen kann: Ruine.

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Wie die AFG-Ruine genutzt werden könnte

Diese Woche ist es erstmals offiziell gefallen – das böseste Wort, das man sich im Zusammenhang mit unserer AFG Arena ausmalen kann: Ruine. Gesagt hat es niemand Geringerer als der Sprecher der Investorengruppe, Dölf Früh, der sich alle erdenkliche Mühe gibt, dass es dem FCSG und seinen Co-Gesellschaften nicht an den Kragen geht. Da sind zweifellos auch deutliche Worte gefragt, etwa jenes von der Ruine eben.

Nicht dass unser Stadion bereits eine solche wäre, aber bald könnte es so weit sein. Dann, wenn der Sanierungsplan bachab geht. Und danach sieht es aus. Weder Politiker in der Stadt noch im Kanton scheinen gewillt, weitere Millionen für den Fussball lockerzumachen. Das Volk dürfte ähnlich wenig Begeisterung dafür verspüren. Und wenn es Nein sagt, fliessen auch keine privaten Gelder, die Arena-Gesellschaften gehen pleite, und der FC St. Gallen wird, bildet sich keine potente Auffanggesellschaft, womöglich zwangsrelegiert.

Spätestens dann haben wir Hauptstädter den Dreck, sprich die Ruine.

Höchste Zeit also, sich Gedanken über neue Stadionnutzungen zu machen. Auch wenn die Betriebs-AG gerade daran kläglich gescheitert ist. Kein Wunder, so sagen ganz böse Zungen: M i s t- ura – Nomen sei halt Omen.

Machen wir's besser: Von der Form her taugte das Stadion auch als Velodrom. St.

Galler Sechstagerennen? Bergfloh Breu, der immer mal wieder einen Job sucht, als neuer Arena-Wirt? Auch die Leichtathleten wüssten die Arena zu nutzen. St. Gallen wäre – zusammen mit dem Athletik Zentrum – quasi in- und outdoor-tauglich. Angesichts der nahegelegenen fleischverarbeitenden Industrie wäre aber auch eine Stierkampfarena denkbar. Aus der AFG Arena würde vielleicht das Red-Bull-Rund – das leidige Sponsorenproblem wäre schon gelöst.

Die prophezeite Ruine liesse sich mit etwas gutem Willen somit durchaus verhindern. Sorry, liebe Winklerinnen und Winkler, aber so schnell werdet ihr das Stadion nicht los. Wäre ja auch jammerschade um die bereits bestellten Urinier-Lifte. (an.)