Lokale Firmen bauen Depot

Das neue Feuerwehrdepot ist im Bau. Voraussichtlich im November 2011 kann die Feuerwehr einziehen. Geheizt wird mit Erdwärme, auf dem Dach entstehen Solarzellen. Mit dem Neubau beauftragt wurde vor allem das lokale Gewerbe.

Rafael Rohner
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Noch ist vom neuen Feuerwehrdepot nichts zu sehen. Bis Weihnachten soll der Rohbau aber stehen. (Bild: Urs Bucher)

Noch ist vom neuen Feuerwehrdepot nichts zu sehen. Bis Weihnachten soll der Rohbau aber stehen. (Bild: Urs Bucher)

gossau. Auf der Baustelle bei der Bischofszellerstrasse neben den Stadtwerken Gossau herrscht reger Betrieb. Arbeiter mit gelben Helmen sind gerade mit dem Betonfundament beschäftigt. Ein Drittel des Geländes ist bereits ausgehoben, auf der anderen Seite sieht man noch Erde. Trotzdem ist gut ersichtlich, wie gross das neue Feuerwehrdepot einst sein wird.

Der Feuerwehrkommandant Stefan Kramer freut sich über den Anblick der Baustelle. «Die momentanen Platzverhältnisse für die Feuerwehr sind halt schon prekär.» Bis Ende November 2011 muss er sich noch gedulden. Dann sollte die Feuerwehr den Neubau beziehen können, sagt Ivan Furlan, Leiter des Hochbauamts Gossau. Zumindest, wenn wie bisher, alles wie geplant verlaufe.

Geplant ist ein rechteckiger und zweigeschossiger Bau aus Beton. Er soll in erster Linie den Ansprüchen der Feuerwehr genügen. «Aber nicht nur», ergänzt Furlan. Die Architekten hätten es geschafft, Zweck mit Ästhetik zu verbinden. Dies sei wichtig, damit sich die Feuerwehrleute im Gebäude auch wohl fühlen.

Im Obergeschoss des Neubaus entstehen Räume, die von Feuerwehr und Vereinen genutzt werden können. Im Erdgeschoss Boxen für die Einsatzfahrzeuge. Auch Feuerwehren aus der Region profitieren vom Neubau.

Sie können Dienstleistungen wie beispielsweise Schlauchpflege in Anspruch nehmen.

80 Prozent an lokales Gewerbe

50 Prozent des Auftragsvolumens seien bisher vergeben worden. 80 davon an lokales Gewerbe. Das freue ihn, sagt Furlan. Denn es zeige, dass das Gossauer Gewerbe konkurrenzfähig sei und durchaus mit auswärtigen Anbietern mithalten könne.

Bei der Auftragsvergabe sei die Stadt an die Richtlinien des öffentlichen Beschaffungswesens gebunden und könne die Aufträge nicht einfach an lokales Gewerbe vergeben.

Bau im Fahrplan

Falls in diesem Jahr der Wintereinbruch nicht aussergewöhnlich früh sein sollte, wird der Rohbau noch vor Weihnachten stehen, sagt Furlan.

Der viele Regen in den vergangenen Wochen hätte die Bauarbeiten zwar erschwert, der Bau sei aber immer noch gut im Zeitplan, sagt der Leiter des Hochbauamts. Auch kostenmässig sei man auf Kurs und der Neubau werde das Budget von 10,65 Millionen Franken voraussichtlich nicht überschreiten. Die Gossauer Stimmberechtigten hatten den Kredit für das neue Feuerwehrdepot im November des vergangenen Jahres deutlich mit 83 Prozent angenommen.

Heizen mit Wärmepumpe

Zu reden gab in diesem Frühjahr die geplante Heizung des Feuerwehrdepots (Tagblatt vom 7. April). Gebaut wird nun wie von Beginn weg geplant eine Wärmepumpe. Dabei wird mit fünf bis sieben Sonden Wärme aus der Erde gewonnen. Auf dem Dach ist eine Photovoltaik-Anlage vorgesehen.

Bis auf wenige Feinanpassungen werde das Gebäude so gebaut wie projektiert. «Wir konnten unsere Anliegen gut einbringen», sagt Stefan Kramer.

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